Österreichische Libyenhilfe

Österreich
hilft Libyen

Libyenhilfsaktion – ein zweiter Bericht

Libyenhilfsaktion – ein erster Bericht

Die Libyenhilfsaktion der GÖAB, an der insgesamt 30 Personen, darunter 18 ÄrztInnen und Angehörige anderer medizinischer Berufe, teilnehmen hat also am 3.5. begonnen.
Das Team hat inzwischen seine Tätigkeit im Medical Center in Bengazi sowie im Spital in Garian aufgenommen. Angesichts der insgesamt recht chaotischen Zustände
in Libyen waren wir mit einer Reihe von unvorhergesehenen Problemen konfrontiert, sodass leider nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten.
Dennoch hat die Aktion zur Verbesserung der teilweise recht schlechten medizinischen Versorgung in Libyen beigetragen
und zudem auch weitere Erfahrungen für zukünftige Einsätze gebracht.

Anbei erste Fotos vom Abflug des Teams aus Linz-Hörsching sowie von der Ankunft in Tripolis.

Weitere Berichte folgen.



Ein erster Bericht aus Linz-Hörsching

Unter dem Slogan „Austrian-Libyan Friendship“ beginnt am Donnerstag, 3.5.2012, in Linz-Hörsching eine umfangreiche
sozial-medizinische Hilfsaktion für Libyen. Mit einer C-130 Hercules-Transportmaschine des Österreichischen Bundesheeres wird
ein 30 köpfiges Hilfsteam abfliegen, an Bord sind ca. 2 Tonnen Hilfsgüter. Das Team wird bis 12.5. in Libyen bleiben. Zur selben Zeit verlässt
ein Container mit weiteren 15 Tonnen Hilfsgüter Linz in Richtung Libyen. Diese Hilfsgüter werden zu einem späteren Zeitpunkt
an Gesundheitseinrichtungen und sozial bedürftige Familien verteilt werden.

Initiatorin und Organisatorin dieser Aktion ist die „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB)
in Zusammenarbeit mit der libyschen humanitären Organisation Wafa (We-are-for-all). In Österreich haben sich neben dem Bundesheer
auch der Arbeitersamariterbund, die Austrian Arab Medical Society und das Ärzteservice an der Organisation beteiligt. Aus Deutschland kam
tatkräftige Unterstützung seitens der Organisation „Freundschaft mit Valjevo e.V.“.

Folgende Sponsoren unterstützten die Aktion: AMEX, Asamer, AUVA, Bständig, Frühwirth & Söhne, Hipp, Dr. Michael Matzner, Koloszar, Lohmann & Rauscher,
Porr und die Wirtschaftskammer Wien. Der Wiener Krankenanstaltenverbund unterstützte die Mission ebenfalls.

Das österreichische Team besteht aus 9 ÄrztInnen, 3 PsychologInnen, 5 OP-Helfer und Kranken-pflegerInnen sowie einem Orthopädietechniker.
Weiters werden 3 Vertreter von einschlägig tätigen medizinischen Organisationen, 3 Journalisten, 2 Vertreter von Wafa, 2 Vertreter der GÖAB sowie
ein Mitarbeiter der Ärzteservice Dienstleistung GbmH der Delegation angehören.
2 Mitarbeiter des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport begleiten die Gruppe.

Umfassendes Hilfsprogramm

Das Programm des österreichischen Teams beinhaltet recht unterschiedliche Bereiche:

Der Delegationsleiter, GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger, stellte zu der immer wieder geäußerten Frage, ob es denn sinnvoll und notwendig sei,
einem reichen Ölstaat wie Libyen humanitäre Hilfe aus Österreich zukommen zu lassen, klar, dass man sich bereits Ende des Vorjahres
und Anfang 2012 während Reisen nach Libyen davon überzeugen konnte, dass dort großer Mangel herrsche und zwar sowohl was die Versorgung
mit Medikamenten und Lebensmitteln anbelangt als auch hinsichtlich der Qualität der sozialen und medizinischen Versorgung.
Die provisorische Regierung sei bislang nicht imstande gewesen, hier spürbar Abhilfe zu schaffen. Auch der Großteil der nach wie vor
im Ausland eingefrorenen Geldmittel stünde noch nicht zur Verfügung und die Wirtschaft des Landes hat sich von den Wirren und Zerstörungen
des Bürgerkrieges bei weitem noch nicht erholt. Solange sich also keine spürbare Verbesserung registrieren lässt, hält er eine humanitäre Hilfe aus Europa
für absolut notwendig. Abschließend stellte der GÖAB-Generalsekretär auch klar, dass die österreichische Hilfe ausschließlich über libysche
Nicht-Regierungsorganisationen verteilt werde.
Dies stelle auch einen konkreten Beitrag zum dringend notwendigen Aufbau einer libyschen Zivilgesellschaft dar.

Weitere Berichte folgen!

Weitere Spenden sind dringend für die medizinische und soziale Hilfe erforderlich!

Diese sind erbeten auf das Konto Nr. 285-200-968/03 bei der ERSTE Bank (BLZ 20111).

(IBAN: AT44 2011 1285 2009 6803, BIC: GIBAATWW)


Drei weitere libysche Patienten angekommen
Im Laufe der vergangenen Woche sind drei weitere Patienten aus Libyen zur medizinischen Behandlung nach Wien gekommen.
Bereits am Donnerstag 19.4. ist der an einem schweren Augenleiden laborierende 44jährige Khaled Mahfud angekommen,
am Sonntag, 22.4. schließlich waren es der zweijährige Daiab Ayoub, der an den Folgen einer schweren Verätzung der Speiseröhre leidet,
sowie der 38jährige Nasser Alorabi mit einer komplizierten Rückenverletzung. Die Behandlungen, welche entweder von den Patienten selbst oder
von der libyschen Regierung finanziert werden, finden in Graz und Wien statt. Im Rahmen der „Österreichischen Arabienhilfe“ hat die GÖAB
gemeinsam mit der neugegründeten „Austro-Arab Medical Society“ die Behandlungsplätze, die Visa und sonstige organisatorischen Dinge veranlasst.
Die Fotos zeigen den 2jährigen Daiab (mit seinem Vater Hussein) sowie Nasser Alorabi und Mitglieder der libyschen Gemeinde aus Wien.

 

Höchst erfolgreicher Einsatz eines österreichischen Ärzteteams in Libyen

Vom 22.-29.1.2012 weilte ein von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) gemeinsam mit der libyschen Hilfsorganisation WAFA organisiertes
österreichisches medizinisches Team in Libyen. Im Spital der Stadt Sabrata wurden insgesamt 403 Untersuchungen und 17 Operationen, 22 Infiltrationen sowie 15 Ultraschalluntersuchungen
durchgeführt. Dem Team gehörten plastische und orthopädische Chirurgen, Gynäkologen, Anästhesisten, eine praktische Ärztin und ein OP-Assistent an. Neben den konkreten Behandlungen
wurden noch 6 Fortbildungsveranstaltungen für libysche ÄrztInnen abgehalten und weiterführende Kontakte aufgenommen. Die beiden durchführenden Organisationen verfolgten
mit dieser ersten Delegation auch die Absicht, weitere ähnliche Entsendungen und auch konkrete medizinische österreichisch-libysche Kooperationen vorzubereiten.
Für April ist bereits die Entsendung eines weiteren, weitaus umfangreicheren, Teams geplant.
Im Rahmen eines Gespräches von GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger mit der neuen libyschen Gesundheitsministerin Dr. Fatma al-Hamroush wurden auch bereits einige
weitere Projekte besprochen, welche bereits in den nächsten Tagen mit Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit in Wien besprochen werden.
Auch der neue österreichische Botschafter Franz Hörlberger und der Handelsdelegierte David Bachmann trafen die Mitglieder des Teams und überzeugten sich von
deren hervorragender medizinischen und humanitären Arbeit.
Im Rahmen dieses ersten Aufenthaltes österreichischer Spezialisten in Libyen wurden auch einige Patienten, zumeist Kinder, untersucht, deren weitere Behandlung
im Laufe der nächsten Wochen in Österreich organisiert werden soll. GÖAB und WAFA setzen damit ihre bereits im Vorjahr begonnene „Österreichische Arabienhilfe“ fort.
Im Rahmen dieser für verletzte und kranke Ägypter und Libyer durchgeführten Aktion wurden in den vergangenen 10 Monaten 17 zum Teil
lebensrettende Operationen in österreichischen Spitälern durchgeführt und auch gemeinsam mit den jeweiligen Spitalserhaltern finanziert.
Für die kommenden Wochen sollen nun weitere drei Ägypter und vier Libyer nach Österreich gebracht werden. Im Unterschied zu anderen laufenden Projekten
zur Behandlung libyscher Patienten stellt dieses Projekt kein kommerzielles sondern ein ausschließlich humanitäres dar.

Die Finanzierung wird durch Beiträge der einzelnen Spitalserhalter sowie einer großen Anzahl von Sponsoren und Einzelspendern sichergestellt.
Diesen sei an dieser Stelle nochmals gedankt.
Der jüngste Einsatz wurde vor allem von der Firma PORR unterstützt.

Die „Österreichische Arabienhilfe“ benötigt zur Fortsetzung ihrer diversen Projekte dringend weitere finanzielle Unterstützung.
Spenden sind erbeten auf das Projekt-Sonderkonto
Nr. 28520096803 bei Erste Bank, BLZ 20111, Kennwort „GÖAB


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Baby aus Libyen zu lebensrettender
Herzoperation nach Österreich gebracht

Am 20.12. kam mit dem drei Monate alten Mädchen Gasem Raghed Adel Abdul ein schwer herzkrankes libysches Kind nach Österreich,
um hier dringend notwendige Operationen über sich ergehen zu lassen. Unter den Gegebenheiten in Libyen hätte das Mädchen
kaum Überlebenschancen gehabt. Dies war auch ausschlaggebend, warum wir diese kleine Patientin ausnahmsweise im Rahmen
unseres Hilfsprogrammes für Verletzte des libyschen Bürgerkrieges akzeptierten. Die kleine Gasem stammt aus Tripolis und wurde von ihren Eltern,
deren erstes und einziges Kind sie ist, auf ihrer Reise nach Österreich begleitet. Gasem und ihre Eltern wurden sofort vom Flughafen nach Linz gebracht,
wo sie auf Kosten der Landesregierung Oberösterreich (herzlichen Dank!!) in der Landes-Kinderklinik behandelt wird.

Weiterer libyscher Patient eingetroffen

Am 20.9. ist ein weiterer Patient aus Libyen zur medizinischen Behandlung in Österreich eingetroffen. Es ist ein 17 Monate alter Bub mit einigen angeborenen Herzfehlern,
die in Libyen (und auch in Tunesien) nicht behandelt werden können. Der kleine Huthaifa ist in Begleitung seines Vaters in Wien angekommen und sofort nach Linz in
das Landeskrankenhaus gebracht worden. Die Operationskosten trägt das Land OÖ (herzlichen Dank!), den Rest die Österreichische Ägyptenhilfe.

Weitere Patienten (Kriegsverletzte) werden in den nächsten Wochen erwartet.

Wir bitten dringend um weitere Spenden auf das Konto Nr. 28520096803 bei der ERSTEN (BLZ 20111).

 

Erstes libysches Opfer
zur Behandlung in Wien eingetroffen

Am 2.6. ist das erste Opfer des Bürgerkrieges in Libyen zur medizinischen Behandlung in Wien eingetroffen.
Der 16 Jährige Omran Hatem Senussi wurde am Beginn der Angriffe der libyschen Armee auf Bengazi
als völlig unbeteiligter Zivilist schwer verletzt. Die Kugel steckt noch immer in seinem Rückgrat und er ist seit damals
von der Körpermitte abwärts gelähmt. Er wird am 3.6. in der neurochirurgischen Abteilung des Landesklinikums St. Pölten aufgenommen.
Die Behandlungskosten übernimmt die Niederösterreichische Landesregierung.