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Österreichisches Musikprojekt mit Starbesetzung feiert
in Ost-Jerusalem Premiere
15 renommierte österreichische Künstler
konzertieren von 15. Juni bis 1. Juli beim ersten klassischen
Kammermusikfestival in Ost-Jerusalem. Christian Altenburger, Paul Gulda und
das Artis Quartett weihen mit 13 Konzerten und einem europäisch-nahöstlichen
Musikkurs die kulturelle Begegnungsplattform „Sounding Jerusalem“ ein. Musik
soll die Sprache sein, die abseits von Konflikten eine Verständigungsbasis
für den Gedankenaustausch junger Menschen unterschiedlichster kultureller
Herkunft schafft.
Die Idee, ein musikalisches Event für das multikulturell bevölkerte
Ost-Jerusalem ins Leben zu rufen, stammt von Erich Oskar Huetter. Der Grazer
Cellist unterrichtete bereits seit zwei Jahren für Daniel Barenboims
Jugendorchesterprojekt in Ramallah und ist von den Möglichkeiten, Menschen
verschiedener Kulturkreise über die Sprache der Musik zusammen zu führen,
begeistert.
Prompte Unterstützung für die Durchführung des Projekts fand er durch Markus
Bugnyar (Rektor Österreichisches Hospiz Jerusalem), Dr. Mario Vielgrader
(Direktor Österreichisches Kulturforum Tel Aviv) und Fritz Edlinger
(Generalsekretär Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen).
„Sounding Jerusalem“ umfasst zwei Bereiche: ein Kammermusikfestival und
einen Meisterkurs.
Das Kammermusikfestival bespielt mit Meisterwerken europäischer Komponisten
(beispielsweise Schuberts Streichquintett, Mozarts Klarinettenquintett oder
Mendelssohn Bartholdys Streichoktett) verschiedene historische Bauwerke in
der Osthälfte der Stadt. Aufgrund der gewalttätigen Auseinandersetzungen und
politischen Konflikte der letzten Jahre leidet der Osten Jerusalems unter
einem Mangel an offenen kulturellen Veranstaltungen. In Anlehnung an die
vier Stadtteile (arabisches, jüdisches, armenisches und christliches
Viertel) wird versucht, durch die Auswahl der Konzertorte an alle
Bevölkerungsgruppen heran zu treten und sie zu gemeinsamen Konzertbesuchen
zu motivieren. Je ein Gastkonzert in Nablus, Ramallah und Bethlehem ist
zusätzlich geplant.
Im Rahmen des Meisterkurses treffen rund 30 junge Musiker aus Europa und dem
Nahen Osten (vorwiegend aus den palästinensischen Gebieten) im
Österreichischen Hospiz zusammen. Während der zweiwöchigen Workshop-Phase
soll nicht nur an interpretatorischen oder instrumentalspezifischen Fragen
gearbeitet werden. Die Aufgabe der Dozenten ist es vielmehr, im
künstlerischen Arbeitsprozess die Neugierde der Jugendlichen zu wecken, sich
sowohl mit den kulturellen Verschiedenheiten als auch Gemeinsamkeiten ihres
musikalischen Gegenübers auseinander zu setzen.
15 renommierte Musikerpersönlichkeiten aus Österreich sowie einige Gäste
anderer Nationen folgen der Einladung Erich Oskar Huetters nach Jerusalem
und werden somit im Rahmen der Konzerte auftreten als auch als Dozenten des
Musikkurses tätig sein.
Neben den oben genannten Mitveranstaltern von „Sounding Jerusalem“
unterstützen österreichische Institutionen wie die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit, die Stadt Wien, das Land Steiermark, das
Bundeskanzleramt, die Stadt Graz sowie einige private Sponsoren das Projekt.
Kontakt und Informationen:
Christina Beck
Keesgasse 5, 8010 Graz
Tel: 0664 4308065
E-Mail: christina.beck@gmx.at
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