Hussein


vor der Reise in die Schweiz

Ankunft im Spital in Genf

nach der OP wieder zuhause

Er ist 11 Jahre alt, er litt an einem schweren Herzfehler (Fallot’sche Tetralogie) Sein Vater verließ den Irak im Jahr 1991 (Golfkrieg!) und lebte 12 Jahre lang im Iran. Im Jahr 2003 nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein und der Invasion des Irak durch die US-Amerikaner kehrte er zurück in sein Heimatland.

Der Bub Hussein wurde 1998 geboren and bald nach seiner Geburt fiel dem Vater auf, dass das Kind auffallend schnell atmete und der Vater vermutete, dass irgendetwas mit seinem Kind nicht stimmte. Er war schockiert, wie alle Eltern schockiert wären, als er hörte, dass sein Baby einen schweren Herzfehler hatte und eine Operation benötigte, die sehr teuer ist und sehr schwierig. Er hatte weder das notwendige Geld (mindestens 20.000 Dollar) noch Vertrauen in die iranischen Ärzte.

Als er in den Irak zurückkehrte, dachte er, der Irak hätte sich zu einem anderen, viel besseren Land verwandelt. Aber er wurde sehr bald enttäuscht - so wie alle Iraker. Die Situation wurde schlechter und schlechter – auf allen Gebieten (Gesundheit, Bildung, Polizei, Sicherheit, Stromversorgung, Wasserversorgung, Straßen usw.). Den Anblick seines Sohnes konnte er kaum ertragen, denn er starb vor seinen Augen langsam dahin. Eines Tages hörte er von einem Kind in seinem Wohngebiet, das durch „Aladins Wunderlampe“ in Europa behandelt wurde. Er machte sich auf unsere Spuren, bis er schließlich bei einem Arzt landete, der mit uns zusammenarbeitet. Er erwartete sich zwar nichts, trotzdem war er sehr glücklich, als ihm dieser Arzt versprach, die Krankengeschichte seines Sohnes nach Wien zu schicken. Er konnte es noch immer nicht glauben, dass das Unglaubliche wahr werden sollte: Hussein sollte überleben, sein Leiden sollte bald ein Ende finden.

Hussein hatte sein ganzes Leben im Haus verbracht. Er war viel zu schwach, eine Schule zu besuchen und nie konnte er mit anderen Kindern auf der Straße spielen, er beobachte sie nur vom Fenster aus und konnte sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er laufen könnte. Später sagte er zu seinem Vater: „ Als ich in die Schweiz reiste, dachte ich, ich würde dort sterben und nie wieder meine Familie sehen.“

„Aladins Wunderlampe“ fand einen Behandlungsplatz in der Schweiz für dieses Kind. Hussein wurde erfolgreich operiert und reiste nach drei Monaten heim. Jetzt besucht er die Schule wie alle anderen gesunden Kinder und lebt das Leben eines normalen 11jährigen Buben. Der Vater von Hussein aber ringt um Worte, um seinen Dank auszudrücken: „Mein Leben gehört für immer den Leuten, die meinen Sohn gerettet haben und niemals könnte ich dieses große Geschenk für Hussein und für meine ganze Familie vergessen. Gott möge Euch alle schützen!“

Hussein’s Geschichte wurde von meinem Helfer in Basra geschrieben.

 

 
     

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Projektleiterin, Frau Dr. Eva-Maria HOBIGER

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