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Mustafa litt an angeborenen Veränderungen der Blutgefäße (multiple
kongenitale Hämangiome), die in der Haut und im gesamten Darmtrakt
lokalisiert sind. Aus den Veränderungen im Darm kam es kontinuierlich zu
Blutungen, sodaß Mustafa zweimal wöchentlich Blutkonserven benötigte. Er
musste deswegen fast täglich ins Spital, was ihn nicht daran gehindert
hat, im vergangenen Jahr Klassenbester in der Schule zu sein. Die
häufigen Bluttransfusionen führen aber auf Dauer zu schweren
Schädigungen der Organe, jedoch war eine Behandlung dieser Erkrankung im
Irak unmöglich. Am 14.8.2004 kam Mustafa gemeinsam mit seinem Vater nach
Österreich und wurde am Tag darauf in der Landeskinderklinik in Linz
aufgenommen. (Lesen Sie das Interview mit dem
Vater)
Mustafa
wurde langwierigen Untersuchungen unterzogen, ehe man sich zu der
gefährlichen Operation entschließen konnte. Allen Befürchtungen zum
Trotz lief die Operation sehr erfolgreich, mehr als 70 Hämangiome im
Darm konnten operativ entfernt werden. Später wurden im Zuge von drei
weiteren Operationen noch über 140 Hämangiome in der Haut entfernt. 10
Narkosen hat Mustafa hinter sich. Mustafa erholte sich erstaunlich
rasch, nahm 6 kg zu, sein Blutbild blieb stabil, er benötigte keine
weiteren Blutkonserven. Am 15. Dezember 2004 kehrte er gemeinsam mit
seinem Vater über Damaskus und Bagdad nach Basra zurück. Es ist
vorgesehen, dass er in ca. einem Jahr zur Kontrolle nach Österreich
kommen wird.
Wir danken: allen Mitarbeitern der Abteilung für Kinderchirurgie der
Landeskinderklinik Linz |