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Reiseberichte

 
  BERICHT 1  
 

Am 11. September reisten der Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen, Fritz Edlinger, sowie Jan-Peter Wierich und Johannes Bergmann – die von der Schweiz bzw. von Deutschland aus seit Monaten an unserem Projekt mithelfen - und ich in den Irak. Die Reise war notwendig geworden, da es nicht abzusehen war, ob und wann wir unsere medizinischen Hilfsgüter im Rahmen des Projektes „Aladins Wunderlampe“ in den Irak bringen könnten. Neun Monate waren vergangen, seitdem wir beim UN-Sanktionenkomitee in New York ...................
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BERICHT 2

 

Diesen Satz fand ich im Jahresbericht der Caritas Irak und er fasst die Eindrücke zusammen, die ich in mehr als drei Wochen im Irak erneut gewinnen konnte.  Das Embargo, das anfänglich zweifelsohne gerechtfertigt war,  hat mittlerweile ein ganzes Volk zerstört, seine Gesellschaft zersetzt, „die Seelen der Menschen zerstört“ wie es der Erzbischof von Basra ausdrückt. In den letzten Jahren haben 4,5 Millionen ............
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  BERICHT 3  
 
 

Im Herbst des vergangenen Jahres erhielt ich eine wunderbare Nachricht: die Katastrophenhilfe der  Diakonie Deutschland hatte sich bereit erklärt, Medikamente im Wert von knapp € 100.000,- für das Mutter-Kind-Spital in Basra bereitzustellen. Den Kontakt hatte J.P.W. aus Köln hergestellt: Chemotherapie und ............
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BERICHT 4

 
 

Bagdad wirkt gespenstisch: die sonst hoffnungslos verstopften Straßen der 5-Millionen-Metropole sind leer wie sonst nur am Feiertagmorgen, die meisten Rollläden sind heruntergezogen, die Geschäfte geschlossen, nur wenige Menschen sind unterwegs. Niemand weiß, wie viele es sind, die Bagdad verlassen haben während der letzten Tage, Millionen sagen die einen, Hunderttausende die anderen. Wer konnte....
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  BERICHT 5  
 

Am 20. März 2003 um 5.35 Uhr morgens (Lokalzeit Bagdad) starben die Hoffnungen aller, die sich im Laufe der vergangenen Monate für eine friedliche Lösung der Irakproblematik eingesetzt hatten. Die britisch-amerikanischen Koalitionsmächte hatten mit der Bombardierung Bagdads begonnen, ein Angriffskrieg ohne Mandat der Vereinten Nationen, im Widerspruch zu allen internationalen Konventionen, im Widerspruch zur UN-Charta, im Widerspruch zu Millionen Menschen auf dieser Welt. Die irakische Bevölkerung erlebte den Auftakt zum dritten Krieg innerhalb von 23 Jahren. Nur wenige Stunden davor hatte ich ein e-mail von einem Freund aus dem Irak erhalten: „Wir haben nur einen einzigen................
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BERICHT  6

 
 

Anfang Juni 2003 sind die Nachrichten aus dem Irak nicht ermutigend. Die Menschen leiden unter der mangelnden Sicherheit, noch immer hat das Land keine Regierung und keine Ordnungsmacht, die ihren Pflichten nachkommt. Der Widerstand gegen die Besatzungsmächte wächst, die Angriffe auf die amerikanischen Truppen nehmen zu, nahezu täglich werden Anschläge auf amerikanische Soldaten verübt, nahezu tä.............
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  BERICHT 7  
 
 

Zunehmender Widerstand und tägliche Anschläge gegen die amerikanischen Besatzungssoldaten, aber auch Terror gegen zivile Einrichtungen, Morde an Polizisten, Morde an Universitätsprofessoren, bewaffnete Überfälle auf den Straßen, Kidnapping und Lösegelderpressung, Gewalt gegen Hilfsorganisationen – das ist der Alltag im Irak Anfang November 2003. Der amerikanische Vizeaußenminister Richard Armitage meint zu diesem Zeitpunkt, dass der Irak ein Kriegsgebiet  ....................
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BERICHT  8

 
 

Viel später als geplant begann unsere Irakreise nach mehrfachem Aufschub erst im Juni 2004. Zunächst verzögerte sich die Fertigung der Wasseraufbereitungsanlage, die wir gemeinsam mit einer Medikamentenlieferung bereits im März nach Basra bringen wollten. Als diese schließlich fertiggestellt war und dann endlich Anfang April auch die Vorbereitungsarbeiten für die Installation der Anlage in Basra abgeschlossen waren, kam es zu einer enormen Verschlechterung der Sicherheitslage im Irak. An eine Reise war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken, keine Spedition nahm einen Auftrag nach Basra an. Von da an wurden Ausländer im Irak zum  .....
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BERICHT 9

 
 
 

Im Juni 2004 waren wir zuletzt im Irak, spätestens für Oktober hatten wir die nächste Reise geplant. Es sollte Dezember werden, bis es endlich so weit war und die Vorbereitungen für diese Reise führten zeitweise zum Verbrauch aller unserer Geduldreserven und auch die Vorzeichen für diese Reise waren alles andere als erfolgversprechend. Seit unserem letzten Hilfstransport im Juni hatte sich die Sicherheitslage im Irak erneut deutlich verschlechtert und die Gewaltakte gegen Ausländer und Iraker, die für Ausländer arbeiteten, nahmen täglich an Frequenz und Brutalität zu.
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BERICHT  10

 
 

Jedes Mal wenn ich in den Irak reise, tue ich das in der Erwartungshaltung,  zumindest ein Anzeichen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung zu finden, aber jedes Mal werde ich aufs Neue enttäuscht. So auch jetzt. Am 18. April 2005 fliegen Bashar (unser Techniker) und ich nach Kuwait, um von da weiter nach Basra zu reisen. Noch immer gibt es keinen direkten Grenzverkehr zwischen Kuwait und Irak und so müssen wir zur Grenze gebracht werden, zu Fuß passieren, und auf der anderen Seite abgeholt werden. Auf der Straße zwischen der Grenze und Basra ging zwei Stunden bevor wir sie passierten, eine Bombe hoch........
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BERICHT 11

 
 
  In Bagdad ringt man um eine Verfassung für den Irak und die Gewalt eskaliert einmal mehr in dem schwergeprüften Land, die tägliche Liste von Gewalttaten wird immer länger. In nur 4 Tagen sterben 27 amerikanische Soldaten durch Anschläge – und ein Vielfaches an irakischen Staatsbürgern, deren Tod nicht so viel Beachtung findet in den Medien. Wer kann die Menschen noch zählen, die innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre im Irak gewaltsam ums Leben kamen?
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BERICHT  12

 
 

Ein Hilfsprojekt im Irak durchzuführen ist unter den gegebenen Umständen wirklich keine leichte Aufgabe, es ist daher verständlich, dass es dabei auch immer wieder einmal zu Verzögerungen kommen muss. Auch unsere Kuwaitreise fand später als geplant statt. Im November 2005 hatten wir verschiedene medizinische Geräte in Kuwait bestellt, jetzt war es endlich soweit, dass sie nach Basra geschickt werden sollten. Da es den Ingenieuren der Lieferfirma aufgrund der schlechten Sicherheitslage im Irak nicht zumutbar ist, nach Basra zu reisen, um dort im Kinderspital das Personal an den Geräten einzuschulen, ........
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  BERICHT 13  
 
  In Bagdad ringt man um eine Verfassung für den Irak und die Gewalt eskaliert einmal mehr in dem schwergeprüften Land, die tägliche Liste von Gewalttaten wird immer länger. In nur 4 Tagen sterben 27 amerikanische Soldaten durch Anschläge – und ein Vielfaches an irakischen Staatsbürgern, deren Tod nicht so viel Beachtung findet in den Medien. Wer kann die Menschen noch zählen, die innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre im Irak gewaltsam ums Leben kamen?
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BERICHT  14

 
 

Im Rahmen unserer Arbeit für die kranken Kinder in Basra wurden uns immer wieder Kinder vorgestellt, die an angeborenen Herzfehlern leiden. Während bei uns diese Erkrankungen selten wurden, gibt es im Irak viele, viele Kinder, die an einem solchen Herzfehler leiden. Unterernährung und andere Risikofaktoren in der Schwangerschaft, aber auch die Ehe unter zu nahen Blutsverwandten können eine angeborene Fehlbildung am Herzen verursachen. ....
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  BERICHT 15  
 
  Der Irak versinkt in einem immer größeren Chaos und die Verzweiflung der Menschen treibt immer mehr in die Flucht. Jordanien, das bis Jahresbeginn keine Visa von den Irakern forderte, hat seine Grenze vor den Flüchtlingsströmen verschlossen, 750.000 Irakern gelang die Flucht dorthin.  Jetzt bleibt nur mehr ein einziges Land, wohin Iraker ohne Visum einreisen können und das ist Syrien. Dort sollen sich 1-2 Millionen Iraker befinden und täglich werden es mehr, monatlich fliehen 30.000 Iraker nach Syrien.
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Bericht 16

Ein medizinischer Kongress in Basra
Nach mehr als dreieinhalb Jahren war ich wieder in Basra, für einige Tage nur, aber lang genug, um einen Eindruck von der derzeitigen Lage zu erhalten. Der Grund der Reise war eine Einladung der Medizinischen Universität von Basra. Erstmals nach dem Krieg fand ein medizinischer Kongress im Irak statt, noch dazu mit internationaler Beteiligung, und alle, die den Menschen während der letzten Jahre in Basra in irgendeiner Form beigestanden haben, waren eingeladen.
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Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Projektleiterin, Frau Dr. Eva-Maria HOBIGER

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