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| Unsere
Trinkwasseraufbereitungsanlage befindet sich in Basra und ist seit 20.
Dezember 2004 in Betrieb. Während unserer Anwesenheit in Basra konnten
die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Pro Tag können nun 120
Kubikmeter Wasser gereinigt werden. Lesen Sie
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Irakreise.
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| *Am 25.12.2004 erschien in der
Kronen Zeitung ein Artikel über unsere letzte Irakreise.
Mehr... *Am
26.12.2004 erschien im Vorarlberger KirchenBlatt sowie
in der Sonntagszeitung für die Diözese Innsbruck je ein
Artikel über unsere letzte Irakreise.
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Im Juni 2004 waren wir zuletzt im Irak, spätestens für Oktober hatten wir die
nächste Reise geplant. Es sollte Dezember werden, bis es endlich so weit war und
die Vorbereitungen für diese Reise führten zeitweise zum Verbrauch aller unserer
Geduldreserven und auch die Vorzeichen für diese Reise waren alles andere als
erfolgversprechend. Seit unserem letzten Hilfstransport im Juni hatte sich die
Sicherheitslage im Irak erneut deutlich verschlechtert und die Gewaltakte gegen
Ausländer und Iraker, die für Ausländer arbeiteten, nahmen täglich an Frequenz
und Brutalität zu. Auch Mitglieder von Hilfsorganisationen wurden vermehrt zum
Ziel von Entführungen und Hinrichtungen. Einen absoluten Tiefschlag für die
humanitäre Arbeit im Irak bedeutete die Nachricht von der wahrscheinlichen
Ermordung von Margaret Hassan, der Leiterin der Hilfsorganisation „Care“ im
Irak. Diese Meldung erschütterte wohl alle, die im Irak Hilfe geleistet hatten
und noch leisten und verständlicherweise hatten auch wir Zweifel, ob eine Reise
in diesem Jahr wohl noch möglich wäre. Dem stand die Tatsache entgegen, dass der
Medikamentenvorrat im Kinderspital in Basra zur Neige ging und unsere Hilfe
dringendst gebraucht wurde.
Im November 2004 begannen die
Koalitionstruppen eine militärische Großoffensive in Falluja,
was zu einer Sperre der Transitstraße führte und damit war uns
der Weg, über den wir unsere Hilfsgüter immer transportiert
hatten, nämlich über Amman und dann per LKW nach Basra,
verwehrt. Auch nachdem die Offensive für beendet erklärt wurde,
blieb die Straße gesperrt und keine jordanische Spedition nahm
einen Transportauftrag in den Irak an.
Kein Geld für den Irak
Wieviele Tote hat dieser Krieg tatsächlich
gefordert? Die genauen Zahlen werden wir nie kennen, aber Anfang November
erschien in der renommierten Zeitschrift „Lancet“ ein Artikel, in dem von
100.000 toten Irakern im Gefolge des Krieges im Frühjahr 2003 die Rede ist.
Nicht eingerechnet in dieser Zahl sind die, die aufgrund der miserablen Zustände
in den Spitälern sterben, infolge von verunreinigtem Trinkwasser etc. Und
täglich hören wir die Meldungen über Anschläge, bei denen vorwiegend Iraker ums
Leben kommen. Wir sind diese Meldungen schon so gewohnt, dass wir sie kaum mehr
wahrnehmen, großteils wird darüber auch gar nicht mehr berichtet. Das Thema
„Irak“ ist kaum mehr interessant für die Medien und so kam es, dass einer der
Gründe des Aufschubes unserer Reise auch die mangelnde Finanzierungsmöglichkeit
eines Hilfstransportes war. Wer spendet noch für irakische Kinder? Unser
Hilfsprojekt – und damit das Leben der schwerkranken Kinder in Basra - aber ist
einzig und allein von Spenden abhängig. Die wenigen Spenden, die seit Monaten
eingingen, reichten für eine Hilfslieferung einfach nicht aus. Es waren
schließlich drei Organisationen, die einen neuerlichen Hilfstransport doch noch
ermöglichten: Caritas Österreich, Difäm in Tübingen und IPPNW Deutschland.
Unsere
Trinkwasseraufbereitungsanlage, die wir im September auf die
lange Reise Hallein – Hamburg – Abu Dhabi – Kuwait – Basra
geschickt hatten, stand vorläufig in Kuwait auf einem Lagerplatz
und wartete auf den Weitertransport nach Basra. Die
österreichischen Ingenieure, die die Anlage in Basra hätten
installieren sollen, hatten aus verständlichen Gründen ihre
Mitarbeit abgesagt. Irakische Ingenieure, die die Installation
vornehmen konnten, mussten nun erst gesucht werden, Preise
mussten ausgehandelt werden. Soviel an Organisationsarbeit
forderte noch kein Hilfstransport zuvor.
Wien-Kuwait-Basra
Schließlich aber stand fest: wir
(d.h. DI Bashar Hindo und ich) und auch unsere Hilfsgüter (8,3
Tonnen Medikamente und medizinisches Material) werden über
Kuwait nach Basra reisen, allen Warnungen zum Trotz. Uns fehlte
jegliche Erfahrung auf diesem Weg. Als schon alles geklärt
schien, die Fracht schon in Wien am Flughafen war und sogar
unsere Flüge reserviert waren, fiel die wöchentliche
Frachtmaschine von Amman nach Kuwait aus. Neuerliches
Verschieben, neuerliches Umbuchen. Aber am 30. November war es
dann endlich soweit: Unsere Hilfsgüter reisten über
Wien-Maastricht-Amman-nach Kuwait. Von dort sollten sie weiter
nach Basra transportiert werden.
Am 6. Dezember flogen wir beide
von Wien nach Amsterdam und von dort nach Kuwait City. In den
Nachrichten an Bord hörten wir, dass die USA neuerlich
Luftangriffe gegen Falluja fliegen und die Helfer des Roten
Halbmondes die Ruinenstadt erneut verlassen mussten, weil „die
Lage in der Stadt nicht genügend Schutz biete“. Endlich im
Flugzeug, wich auch langsam die Spannung, die mir in den letzten
Wochen zugesetzt hatte. Es ist nicht leicht, eine Entscheidung
zu treffen, von der einem nahezu alle, ob in Österreich, ob im
Irak, abraten. Vor uns lag eine große Ungewissheit, schließlich
waren wir noch nie über Kuwait in den Irak gereist. Bashar ist
irakischer Staatsbürger, wird er Probleme in Kuwait haben? Wir
hatten nur ein Eintrittsvisum nach Kuwait erhalten, keines für
einen Wiedereintritt nach unserem Irakaufenthalt. Was, wenn man
uns die Wiedereinreise verweigern würde? Wenige Tage vor unserem
Abflug hatten wir eine Kontakttelefonnummer genannt bekommen,
Dr. Faisal Alkazemi, Unternehmer in Kuwait, und er hatte mir
versprochen, für alles zu sorgen. Acht Stunden dauerte der Flug
von Wien über Amsterdam nach Kuwait und es war schon nach
Mitternacht, als wir in Kuwait City landeten. Trotzdem standen
Dr. Faisal und General Mohammed am Flughafen, um uns willkommen
zu heißen, sicher durch den kuwaitischen Zoll zu leiten und uns
dann auch noch in einem sehr guten Hotel unterzubringen. Unserem
zaghaften Protest wegen des teuren Hotels wurde
entgegengehalten: „Ihr seid unsere Gäste!“ Am gleichen Abend kam
auch die Frachtmaschine mit unseren Hilfsgütern in Kuwait an.
Der nächste Tag war ausgefüllt
mit der Erledigung aller bürokratischen Hürden. Während Dr.
Faisal sich um unsere Wiedereinreisevisa und um unsere
Hilfsgüter kümmerte, sorgte General Mohammed für meine
Ausreisegenehmigung aus Kuwait in den Irak (Bashar als Iraker
brauchte das nicht) Am späten Nachmittag war alles geregelt,
und am nächsten Morgen verlassen wir Kuwait City auf einer
vierspurigen Autobahn und werden zur kuwaitsch-irakischen Grenze
gebracht. Das Niemandsland passieren wir mit einem Shuttlebus,
da Autos mit kuwaitischen Kennzeichen im Irak nicht fahren
dürfen. Dann langes Warten im eisigen Wüstenwind, es geht zu Fuß
weiter samt unserem Gepäck. Auf der irakischen Seite erwarteten
uns drei Männer, die uns nach Basra bringen sollten. Ab jetzt
reise ich mit dem „Hidjab“, dem Kopftuch. Auf der kurzen Strecke
von Safwan an der kuwaitischen Grenze bis Basra (ca. 1
Autostunde) gab es unzählige Kontrollposten (Checkpoints), oft
war einer in Sichtweite des anderen angebracht. Einige der
Checkpoints waren mit maskierten Bewaffneten besetzt, als wir
uns näherten, dachte ich, das müssten Terroristen sein, aber
dann erfuhren wir, dass es sich um irakische Nationalgardisten
handelte. Die „Iraqi National Guards“ werden von der Bevölkerung
geschätzt, da sie hart durchgreifen und zumindest versuchen, für
Ordnung zu sorgen. Englische Soldaten sahen wir auf der ganzen
Strecke nicht.
Dann schließlich in Basra:
Größer könnte der Gegensatz nicht sein, noch die Bilder des
reichen und luxuriösen Kuwait im Kopf, sieht man hier die Slums
von Basra. Dort alles sauber und gepflegt, hier alles
verwahrlost. Es hat in der letzten Nacht geregnet und da das
Kanalsystem nicht funktioniert, steht das Wasser überall in den
Straßen. Der Müll schwimmt auf den riesigen Pfützen. Verfallene
Häuser, die Polstermöbel, die direkt auf der Straße ausgestellt
sind, sind mit Plastik abgedeckt. Der Gegensatz verdeutlicht,
was in diesem Land schief gelaufen ist in den letzten
Jahrzehnten. „New Iraq, new life, new Basra“(Ein neuer Irak, ein
neues Leben, ein neues Basra) kann man am Stadtrand auf einer
überdimensionalen Tafel lesen. Bis jetzt allerdings nur leere
Worte. Fotografieren auf der Straße ist nun genauso unmöglich
geworden, wie es früher war, wenn auch aus anderen Gründen. Wir
fahren durch die Straßen von Basra. Immer wieder sehe ich
überdimensionale Tafeln, auf denen Parolen für den Aufbau des
„neuen Irak“ prangen. Eines zeigt einen Mann, die Kalaschnikow
in der einen Hand, eine Schaufel in der anderen. Kaum hält das
Auto vor einer Kreuzung, stehen sofort mehrere bettelnde Frauen
davor. Die Zahl der unterernährten Kinder hat sich nach Angaben
von UNICEF während der vergangenen zwei Jahre fast verdoppelt.
Hunderttausende Kinder unter fünf Jahren seien unternährt, sagte
Carol Bellamy, die Sprecherin des UN-Kinderhilfswerks am 5.
Dezember, viele leiden unter chronischem Durchfall. Kein Wunder,
zwei Tage später werde ich hören, dass das Abflussrohr eines der
großen Spitäler die Abwässer ungeklärt in den Fluss leitet –
leider kein Einzelfall im Irak.
So kalt habe ich Basra noch nie erlebt, mich friert erbärmlich an diesem Tag. Es
hat acht Grad, es regnet in Strömen und hier gibt es nirgends eine Heizung. Wir
wohnen wie immer im Haus des Erzbischofs und als man Radiatoren in unsere kalten
Zimmer stellt bin ich sehr dankbar. Meine Freude währt aber nur kurz: Es gibt
kaum Strom in Basra, die Generatoren rattern überall – solang es Treibstoff
gibt. Oft genug ist auch der nur am Schwarzmarkt zu weit überhöhten Preisen
erhältlich. Der Generator im Bischofshaus muss jedes Mal bei Stromausfall
manuell eingeschaltet werden, daher gibt es nachts keinen Strom im Haus und also
auch keine Wärme. Es gibt auch kein warmes Wasser morgens. Warum die
Stromversorgung noch immer nicht funktioniert, weiß niemand wirklich, dafür
zirkulieren aber unzählige Gerüchte. Es gibt auch wieder tagelang kein
Fließwasser und das Telefon funktioniert ebenfalls seit Tagen nicht. Es gelingt
uns während der ganzen Zeit nicht, in die benachbarte Stadt Nasiriya zu
telefonieren. Mein Tagebuch schreibe ich nachts bei Kerzenlicht, in meinem
Schlafsack eingewickelt.
Plastikblumen anstelle von
Medikamenten
Auch im Ibn Ghazwan Mutter-Kind-Spital hat sich nichts
verändert, bis auf die Tatsache, dass es immer mehr verfällt.
Ein Kuriosum fällt mir gleich beim Eingang auf: In der Halle
stehen etliche Plastikpflanzen, man hat einige auch auf den
Stationen verteilt. Vom Direktor werden wir später hören, dass
diese vom Gesundheitsministerium zur „Verschönerung“ des
Krankenhauses geschickt worden wären. Medikamente gäbe es
allerdings keine vom Ministerium und die Medikamentenversorgung
wäre so schlecht wie nie zuvor. Die ganze Region Basra hat z.B.
soviel Infusionen erhalten wie ein einziges Krankenhaus in
Bagdad. War das nicht auch schon vor dem Krieg so?
„Unsere“ Kinderkrebsabteilung ist in einem sehr guten Zustand
und Prof. Jenan, die Leiterin, präsentiert uns stolz die
Statistiken über den Rückgang der Todesfälle auf dieser Station
seit wir sie regelmäßig mit dem erforderlichen
Medikamentenvorrat versorgen. Die Sterblichkeit wäre von 100 %
auf 30 % zurückgegangen. Es gäbe viele, viele Kinder, die
aufgrund unserer Hilfe geheilt werden konnten. Weiterhin aber
steigt die Zahl der Neuerkrankungen bei kindlichem Krebs und
Leukämie. Fast unglaublich die Tatsache, dass die Station kein
einziges Medikament vom Gesundheitsministerium erhalten hat,
nach wie vor hängt das Leben der kleinen Patienten hier
ausschließlich von unserer Unterstützung ab. Das ist keine
leichte Verantwortung, die wir tragen, die Station ist
überbelegt. Unser Medikamententransport wird schon sehnlich
erwartet. In einem der Zimmer ringt ein Mädchen nach Luft trotz
der Sauerstoffmaske. Sie leidet an einer schweren
Lungenentzündung und Dr. Jenan meint, dieses Kind bedürfte
dringend unserer Medikamente (die tags darauf ankommen werden).
Vom Bett gegenüber höre ich eine vergnügte Kinderstimme: Zaid,
eineinhalb Jahre alt strahlt über das ganze Gesicht. Das
Blitzlicht meiner Kamera fesselt ihn und er bezaubert uns mit
seinem kleinkindlichem Charme. Die Mutter traf vor wenigen Tagen
die Diagnose wie eine Keulenschlag: ihr einziges Kind leidet an
Leukämie. Sie spricht Englisch und bestürmt mich mit Fragen, die
alle einen einzigen Inhalt haben: „Wird mein Kind geheilt
werden?“ Dr. Jenan antwortet an meiner Stelle: „Ja, mit Gottes
Hilfe und mit den Medikamenten aus Österreich und Deutschland
wird Zaid überleben!“ Wieder wird mir unsere Verantwortung
bewusst, die wir tragen. Wir müssen das, was wir erreicht haben,
fortsetzen, aber wir erhalten kaum mehr Spenden. Vor zwei
Jahren, als sich schon der Krieg abzeichnete, dachten auch wir –
vielleicht gegen besseres Wissen – dass sich die Situation in
zwei Jahren so weit stabilisiert hätte, dass der Irak selbst für
seine kranken Kinder sorgen könnte, denn die Ressourcen wären ja
vorhanden. Als ich diesen Gedanken in Basra zuletzt erwähnte,
meinte ein Arzt, das irakische Volk hätte noch nie in der
Geschichte seinen natürlichen Reichtum nützen können und das
werde sich in der Zukunft nicht ändern. Das Erdöl wäre der Fluch
für das Land. Wird der Mann recht behalten oder ist diese
Befürchtung nur ein Ausdruck der allgemeinen Hoffnungslosigkeit?
Die Sicherheitslage in Basra wäre deutlich besser als in Bagdad,
versichern uns die Leute. Trotzdem hören wir, dass am Tag nach
unserer Ankunft ein Arzt auf der Straße erschossen wurde und am
nächsten Tag ging unweit vom Spital eine Bombe hoch, wobei
einige Polizisten verletzt wurden. Es gibt zwar keine
Ausgangssperre, aber es gilt die Regel, sich nach 19 Uhr nicht
mehr auf der Straße aufzuhalten. Wir müssen einige Male diese
Regel übertreten, weil wir sonst einfach unsere Aufgaben nicht
bewältigen können. Die Fahrt nach Hause im Regen gleicht dann
einem Blindflug, denn der Sand hat auf den Autoscheiben dicke
Schlieren gebildet, die selbst dem starken Regen widerstehen.
Nachts hörte ich öfters Schüsse auf der Straße und das Dröhnen
der britischen Militärhubschrauber. Tagsüber sieht man die
britischen Besatzer kaum, ein einziges Mal in diesen Tagen sehen
wir zwei Militärautos in den Straßen. Alle paar Minuten heulen
die Sirenen von Polizeiautos. Die Tatsache, dass das
340-Betten-Spital von insgesamt 30 Polizisten geschützt werden
muss, zeigt die wahre Situation in Basra auf. Aber auch dadurch
konnte nicht verhindert werden, dass vor kurzem ein Sprengsatz
unweit der Eingangstüre zur Krebsabteilung aufgefunden wurde,
der aber rechtzeitig entschärft werden konnte. Die Polizisten
haben auch die Aufgabe, das Spital vor Diebstählen zu schützen
und sie untersuchen die Taschen von allen, die in das Spital
gehen und das Spital verlassen. Die Stehlerei wäre nur sehr
schwer in Griff zu bekommen, erzählen sie uns. Wie unsicher die
Lage tatsächlich ist, konnte ich daraus schließen, dass uns
immer zumindest einer unserer Freunde begleitete und man uns
verbot, ein Taxi zu benützen – aus Angst um unsere Sicherheit.
Wir wurden immer von Tür zu Tür gefahren und ich durfte das Auto
erst verlassen, nachdem die Haustür aufgesperrt war. Dabei war
ich all diese Tage wie eine Irakerin gekleidet und fiel in der
Öffentlichkeit daher gar nicht auf. Dass meine Verkleidung aber
auch nicht ausreichte, musste ich im Spital erfahren. Als ich am
ersten Tag über die Gänge ging, hörte Bashar jemanden hinter uns
sagen: „Das ist ja Dr. Eva!“ Allerdings fragte mich eine
Mitarbeiterin des Spitallabors, ob ich wohl zum Islam
konvertiert wäre? Nachdem unser LKW angekommen war, wusste
ohnehin halb Basra, dass wir da waren.
Was erwarten sich die Leute von den Wahlen im Januar? Nichts,
meinen die meisten, und sie würden ohnehin nicht hingehen, denn
sie hätten Angst. (Allerdings tauchte bereits das Gerücht auf,
dass die Lebensmittelbezugskarte für das Jahr 2005 nur
ausgehändigt würde, wenn man zu den Wahlen ging.) Eine
Verschlechterung, meinen andere, denn jetzt wäre die
Stadtverwaltung Basras in der Hand einer einzigen Partei, das
aber würde sich dann ändern und die Kämpfe würden erneut
losgehen. Könnte sich nichts verbessern für den Irak? Na ja,
hoffen könne man ja, aber glauben würde man es nicht. Denn jetzt
gehe alles ständig und täglich weiter den Berg hinab. Mehr denn
je lähmt die Resignation die Leute, sie haben aufgegeben, das
Leben außerhalb ihres Hauses interessiert sie kaum mehr, die
Bewältigung des Alltags kostet ihre ganze Energie. Denn es
funktioniert einfach überhaupt nichts mehr, und die
Teilnahmslosigkeit und das Desinteresse nährt diesen
Teufelskreis mehr und mehr. Diejenigen, die engagiert in ihrem
Beruf sind, werden zunehmend depressiv. Die Verwegenen unter den
jungen Männern meldeten sich zur Polizei oder aber auch die
Idealisten. Für 400 Dollar Monatslohn riskieren sie jede Minute
ihr Leben. Mehr als 1000 irakische Polizisten sollen innerhalb
der letzen sechs Monate ermordet worden sein.
Friede auf Erden?
Im Haus des Erzbischofs von Basra, Gabriel Kassab, deutet nichts
darauf hin, dass bald Weihnachten ist: „Für uns wird es heuer
kein Weihnachten geben“ meint er bitter, „keine
Mitternachtsmette, keine Feiern“. Das gab es noch nie im Irak,
erinnert er sich. Die
Christen leben in großer Angst, vor der Kirche stehen während
der Messe Männer mit Maschinengewehren. In Mossul war erst vor
zwei Tagen wieder eine Kirche zerstört worden, zugleich mit ihr
auch eine über 1000 Jahre alte Bibliothek mit unersetzlichen
Handschriften. In Mossul würde man Frauen, die auf der Straße
kein Kopftuch tragen, Säure ins Gesicht schütten und es hätte
mehrere Morde an Christen gegeben. Auch wenn die Situation hier
in Basra – noch – besser ist, Bestechungsgelder und
Morddrohungen sind auch hier an der Tagesordnung.
Korruption, Diebstähle,
Entführungen sind der bittere Alltag.
Die Arbeitslosigkeit steigt
weiter, diejenigen, die bei englischen oder amerikanischen
Firmen Arbeit gefunden hatten, haben ihre Posten wieder
aufgegeben, nachdem sie Morddrohungen erhalten hatten und
nachdem einige tatsächlich ermordet wurden. „Friede auf Erden“ –
so lautet die Weihnachtsbotschaft, für die Menschen im Irak hat
es seit Jahrzehnten keinen Frieden mehr gegeben. Wird es
irgendwann möglich sein, in diesem Land in Frieden zu leben?
Immerhin hat der Erzbischof nach mehr als eineinhalb Jahren den
Kindergarten wieder eröffnet, allerdings nur mit 40 Kindern,
denn für mehr besteht keine Transportmöglichkeit, außerdem
befürchtet er Entführungen. Die Armenapotheke, in der jeder, der
mit einem ärztlichen Rezept kommt, sein Medikament – je nachdem
ob vorhanden oder nicht – erhält, funktioniert weiterhin und
wird von vielen Leuten frequentiert.
Die Hilfsgüter erreichen Basra
Der Erzbischof hatte uns sein Mobiltelefon geliehen und so
konnten wir mit Dr. Faisal in Kuwait in Verbindung bleiben. Zwei
Tage nach unserer Ankunft erhielten wir den erlösenden Anruf:
unser LKW wird am Nachmittag in Basra ankommen. Das Eintreffen
des LKWs vor dem Spital war dann die Sensation des Tages im
Viertel um das Spital. Unzählige Schaulustige sammelten sich an.
Allerdings waren auch wir selbst beeindruckt, denn das Lastauto
war von einem 13köpfigen „Security-Team“ begleitet. Drei Autos
mit insgesamt 13 Bewaffneten, die teilweise maskiert waren,
hatten den randvoll gefüllten LKW eskortiert und sicher nach
Basra gebracht. Auf einem der Autos, einem Chevrolet-Pickup saß
ein Maskierter bei einem Maschinengewehr. Zu den 13
Sicherheitsleuten gesellten sich dann auch noch 10 Polizisten
des Spitals und unter dieser Bewachung wurde der LKW entladen.
Wie immer dauerte die Entladung mehrere Stunden, da alles
händisch gemacht wurde, wobei zeitweise auch die Polizisten
anpackten, vor allem als es darum ging, die 500 kg schwere
Blutseparationszentrifuge ohne technische Hilfsmittel aus dem
LKW zu entladen. Einige Spitalsarbeiter waren glücklich über den
zusätzlichen Verdienst. Es war längst dunkel geworden, als der
große LKW endlich leer war und sich alles im Lager des Spitals
befand. 30 Paletten mit Medikamenten, medizinischem Material
(wie Spritzen, Venenkanülen, Nadeln, Katheter etc.) und einigen
Geräten, insgesamt 8,3 Tonnen hatten die weite Reise von Wien
nach Basra gut überstanden. Jedesmal wenn ich dann die Paletten
in Basra wieder sehe, die ich zuvor in Wien beschriftet hatte,
kann ich es kaum glauben, dass alles unversehrt und vollzählig
angekommen ist. Dr. Faisal erzählte uns später, dass dieses
Security-Team pro Tag 10.000 Dollar kostet – für uns war es aber
kostenlos, da Dr. Faisal die Bezahlung übernahm. Er meinte, er
hätte es für notwendig erachtet, dieses Team mitzuschicken, da
immer wieder LKWs samt ihren Fahrern von der Straße
verschwinden. Tatsächlich haben die Groß-Diebstähle ein Ausmaß
angenommen, das wirklich nicht mehr übersehbar und
kontrollierbar ist. Das Land wurde zu einem großen
Selbstbedienungsladen.
Am Tag darauf sortieren wir dann die Kartons im Lager, erklären
deren Inhalt, erstellen Listen. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Das Blutbildgerät, das wir im Juni gebracht hatten, war durch
einen Bedienungsfehler außer Funktion gesetzt worden. Die
verzweifelten Versuche seitens des Personals, das Gerät zu
reparieren, verschlechterte die Ausgangslage für uns nur noch
mehr. Bashar hatte in Wien ein mehrtägiges Training absolviert
und so begannen wir bereits am Tag nach unserer Ankunft mit der
Reparatur. Bashar gelang es, die Funktion des Gerätes wieder
voll herzustellen und das Laborpersonal war überglücklich. Nur
wenig Zeit blieb für eine neuerliche Einschulung. Jede Minute
dieser Tage in Basra waren wir im Stress. Wir hatten unseren
Aufenthalt aus Sicherheitsgründen so kurz wie möglich gewählt,
aber wie immer wurden unzählige Probleme an uns herangetragen
und um diese alle zu lösen, hätten wir viel mehr Zeit gebraucht.
Einige Kinder wurden uns vorgestellt, die im Irak nicht
behandelt werden können. Fadi, ein 13jähriger Junge mit einer
schweren Knochenwachstumsstörung und dadurch bedingten extremen
X-Beinen, die das Gehen massiv erschwerten, hatte ich im Juni
bei Kerzenlicht untersucht (es gab wieder einmal keinen Strom
und die Familie hat keinen Generator), seine Röntgenbilder hatte
ich mit der Taschenlampe betrachtet. Am 9. Januar 2005 kam Fadi
nach Wien und wurde inzwischen schon operiert. Vier weitere
Kinder wurden mir vorgestellt, mit der Bitte um eine Behandlung
in Österreich. Für diese fehlen uns noch die Behandlungsplätze.
Die kleine Sarah mit der Glasknochenerkrankung, die acht Monate
lang in Österreich war, sah ich wieder und ihr Zustand war sehr
erfreulich. Sie kann nun endlich die Schule besuchen (was ihr
zuvor aufgrund ihrer Erkrankung verwehrt war). Stolz zeigt sie
mir das Foto, wo sie inmitten der Kinder ihrer Klasse sitzt.
Auch Zainab sah ich wieder, die vor einem Jahr in Innsbruck zur
Behandlung war. Ihr ging es leider nicht so gut wie zuletzt, der
Grund dürfte darin liegen, dass der Vater die letzten Kontrollen
nicht regelmäßig einhalten konnte. Die Familie wohnt in einiger
Entfernung von Basra und der öffentliche Transport funktioniert
nicht. Was funktioniert hier eigentlich? Öfters während dieser
Tage fühlen wir unsere eigene Hilflosigkeit in diesem Chaos und
unsere Verbitterung darüber, wie schwer es hier ist, den ganz
normalen Alltag zu leben. Davon kann sich niemand wirklich ein
Bild machen, wenn er es nicht am eigenen Leib erfahren hat. Ich
habe aufgehört, die Leute zu verurteilen, wenn sie sich um
nichts mehr kümmern, denn ich verstehe ihre Resignation. Man
kann nicht sein ganzes Leben lang permanent, jede Minute des
Tages, gegen Widrigkeiten ankämpfen. Keine Arbeit, kein Strom,
kein Wasser, kein Telefon, dazu die ständige Bedrohung –
irgendwann gibt man dann einfach auf. „Es ist schwer, ohne
Hoffnung zu leben“ meinte ein junger Mann. „Wenn du ein Ziel
hast, wenn du z.B. weißt, dass das Haus, das du baust, erst in
fünf Jahren fertig ist, so kannst du damit leben, auch wenn es
noch so lange dauert. Aber in diesem Land gibt es für uns kein
Ziel und keine Hoffnung.“
Wasser ist Leben – eine
Trinkwasseraufbereitungsanlage für das Kinderspital
Sauberes Trinkwasser ist für ein Spital eine absolute
Notwendigkeit, die leider seit Jahren in Basra nicht gegeben ist
Dadurch erkranken jährlich Hunderte Kleinkinder an Durchfällen,
die in einer Vielzahl zum Tod der Kinder führen. Dies hat uns zu
der Idee bewogen, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage für das
Ibn Ghazwan Hospital zur Verfügung zu stellen.
Dankenswerterweise haben Caritas Bozen und Caritas Österreich
den größten Teil der Finanzierung übernommen. Die Produktion
wurde zu Jahresende 2003 in Auftrag gegeben, die Arbeiten wurden
im März 2004 abgeschlossen. Zur gleichen Zeit wurden in Basra
Vorbereitungsarbeiten (Fundament, Wassertanks, Verlegung der
Anschlussrohre etc.) durchgeführt. Aufgrund der schwierigen Lage
im Irak verzögerte sich der Abschluss dieser Arbeiten. Anfang
April waren alle Arbeiten abgeschlossen, jedoch verschlechterte
sich die politische Lage im Irak zu diesem Zeitpunkt derart,
dass an einen Transport der Anlage, die fix in einem Container
montiert ist, nicht zu denken war. Monatelang stand der
Container deswegen auf einem Lagerplatz in Wals/Salzburg bis er
dann Anfang September per Schiff auf die lange Reise nach Basra
geschickt wurde. Ende November kam die Wasseraufbereitungsanlage
in Basra an und seither arbeiteten irakische Ingenieure an der
Inbetriebnahme. Nun standen die Arbeiten vor dem Abschluss, die
Anlage lief im Probebetrieb. In wenigen Tagen schon sollten pro
Tag 120 Kubikmeter sauberes Trinkwasser für das Spital bereit
stehen. Unsere Anlage kann somit den gesamten Trinkwasserbedarf
des Spitals sowie den Nutzwasserbedarf der chirurgischen
Abteilungen abdecken und damit eine wichtige Arbeit in der
Vorbeugung von Erkrankungen leisten. Das Mutter-Kind-Spital in
Basra verfügt nun über eine der modernsten
Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Containerized Reverse Osmosis
System), die es derzeit auf dem Markt gibt. Die Zeit, dass
Kinder im Spital neuerlich aufgrund des schlechten Trinkwassers
erkrankten, sollte nun endgültig vorbei sein.
Der letzte Tag ist für uns in Basra angebrochen. Jeden Morgen
stellten wir fest: Wieder haben wir eine Nacht überlebt.
Tagsüber hatten wir nie Zeit, an die Gefahr zu denken, wir waren
einfach zu beschäftigt. In wenigen Tagen ist Weihnachten, gibt
es tatsächlich irgendwo auf dieser Welt einen Einkaufsrummel?
Für mich war es, als ob
ein Film gerissen und an einer falschen Stelle wieder
zusammengeklebt worden wäre: Vorweihnachtliches Treiben in Wien,
Stau auf den Straßen, übervolle Geschäfte, die Menschen mit der
Vorbereitung des Weihnachtsfestes beschäftigt. Szenenwechsel
nach Basra, Südirak: Hoffnungslosigkeit, Resignation, Chaos,
Gewalt. Es war ein extrem
kurzer Aufenthalt dieses Mal und ich wünschte, wir könnten
länger bleiben. Angesichts all der Schwierigkeiten und widrigen
Umstände müssen wir dankbar sein, dass unser Vorhaben wieder
einmal so gut gelungen ist. Der Erfolg unserer Bemühungen aber
darf nicht hinwegtäuschen über die tatsächliche Situation im
Irak, die schlechter ist als je zuvor. Verbessert hat sich die
Lage nur für die Kriegsgewinnler.
Ein letzter Besuch auf der Kinderkrebsstation, ein herzlicher
Abschied von allen, die Putzfrauen zeigen uns stolz, wie sie mit
ihrem neuen Reinigungswagen arbeiten, Kontrolle der
Wasseranlage, Besuch im Ingenieursbüro, Kinder, die uns zur
Behandlung vorgestellt werden, Ratschläge, Abschied vom
Erzbischof. Dazwischen ruft Dr. Faisal an und teilt uns mit,
dass die kuwaitische Grenze gesperrt wäre. Was nun? Heute Nacht
ist unser Flug nach Amsterdam. Gott sei Dank sind wir so
beschäftigt, dass wir keine Zeit haben, uns Sorgen zu machen.
Kurze Zeit später gibt es Entwarnung: die Grenze ist wieder
offen. Na also, schon sitzen wir im Auto von Adnan, dem Onkel
von Mustafa (Der 10jährige Mustafa ist zur Zeit in Behandlung in
Österreich und wird am 15. Dezember heimreisen). Viel zu spät
verlassen wir Basra, um 16 Uhr – noch vor Einbruch der Dämmerung
– wird die kuwaitische Grenze gesperrt. Fünf Minuten davor
erreichen wir die Grenzstation, es ist sich wieder einmal
ausgegangen! Der Fahrer von Dr. Faisal empfängt uns auf der
anderen Seite und nach eineinhalb Stunden sind wir in Kuwait
City. Um 1.30 Uhr morgens heben wir vom Flughafen Kuwait ab und
sind am Vormittag zurück in Wien. So lange war die
Vorbereitungszeit für diese Reise, so viele Schwierigkeiten gab
es zu überwinden. Die Reise selbst war so kurz und problemlos,
dass wir es selbst noch gar nicht begreifen können.
Zaids Lachen
Allen, die dieses Mal zum Gelingen dieses Hilfstransportes
beigetragen haben, möchte ich ein herzliches Danke sagen. Diese
Hilfslieferung wurde ermöglicht durch Spenden aus Österreich,
Südtirol und Deutschland sowie durch die Zusammenarbeit mit
Caritas Österreich - und durch großartige, völlig unerwartete
Hilfe durch Menschen in Kuwait, allen voran „DHL Kuwait“ und
„Faisal Alkazemi Group of Companies“. Dass Kuwaiter sich für
irakische Kinder einsetzen, ist keine Selbstverständlichkeit,
wenn man die konfliktbeladene Geschichte der beiden Länder
kennt. Das zeigt von einer menschlichen Größe und umso mehr gilt
ihnen unser Dank und unsere Hochachtung. Unser Projekt „Aladins
Wunderlampe“ hat neben der direkten Hilfe für kranke Kinder die
Versöhnung zwischen Kulturen und Religionen zum Ziel und den
Abbau von Feindbildern. Dies so konkret zu erfahren, war das
größte Weihnachtsgeschenk für uns.
Werden wir das Lachen des kleinen Zaid erhalten können? Wird er
später, wenn er all die Schmerzen und das Leid während der
Chemotherapie, die jetzt noch auf ihn wartet, vergessen hat, ein
normales Leben führen können? Das liegt auch in unserer Hand. Er
wird dann eines der irakischen Kinder sein, denen eine
großartige Zusammenarbeit von Menschen in Österreich, in
Deutschland, in Südtirol und in Kuwait das Leben neu gegeben
haben – wenn, ja wenn wir unsere Arbeit auch fortsetzen können,
denn Zaids Behandlung wird noch zwei Jahre dauern. Und monatlich
erkranken fünf bis acht weitere Kinder an Krebs und Leukämie.
Sie alle brauchen uns.
Ein Muslim sagte mir vor wenigen Tagen in Basra: „Menschen, die
Gott besonders nahe stehen, schenkt er die Gabe, anderen helfen
zu können.“ Ich glaube, dass wir alle diese Gabe bekommen haben,
wir müssen sie vielleicht nur neu in uns entdecken. Unsere Hilfe
in Basra ist dringender als je zuvor und sie muss fortgesetzt
werden. Das Leben dieser Kinder hängt einzig und allein von
unserer Unterstützung ab!
Der „Neue Irak“ wird noch lange ein Wunschtraum bleiben und bis
zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen in diesem Land
werden die Menschen unsere Hilfe brauchen. „Ein neues Leben“
können wir den kranken Kindern in Basra geben –
mit Ihrer Hilfe! |