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  Über uns  
 


„ALADINS WUNDERLAMPE
HILFE FÜR KREBSKRANKE KINDER IN BASRA“
 

Ein Hilfsprojekt zur Unterstützung der Kinderkrebsstation des 
Ibn Ghazwan Mutter-Kind-Spitals in Basra

 Medizinische Projektleitung: Dr. Eva-Maria Hobiger, Fachärztin für Strahlentherapie

 „Aladins Wunderlampe“ leuchtet für kranke Kinder in Basra im Südirak, vor allem für die krebskranken Kinder dieser Region. Von der Politik missbraucht und von der Welt vergessen sind diese Kinder jahrelang einen unspektakulären, stillen und qualvollen Tod gestorben. Die Mehrzahl der Kinder starb innerhalb weniger Wochen, nachdem die Diagnose „Leukämie“ gestellt wurde, die anderen innerhalb der nächsten drei Monate. Überleben konnte keines der Kinder, während in Mitteleuropa bis zu 90 % der leukämiekranken Kinder geheilt werden können. Im Jahr 1990 erkrankten fünfzehn Kinder der Region Basra an Leukämie, im Jahr 2002 waren es 192 Kinder. Und während in Österreich medizinische Geräte bereitgestellt waren, um diesen Kindern eine Chance auf dieses Leben zu geben, ging das Sterben weiter, denn ein unbarmherziges Sanktionsrecht verbot den Import dieser Geräte. Ein weiterer Krieg hinterließ seine Spuren in dem schwer geprüften Land und hat die Situation nicht verbessert. Im Gegenteil: die medizinische Versorgungslage in den Spitälern Basras ist im November 2003 schlechter als je zuvor.  

Leukämie – kein Todesurteil mehr 

Eine einzige Ausnahme stellt derzeit die Krebsabteilung für Kinder im Ibn Ghazwan Mutter-Kind-Spital dar: Trotz aller Schwierigkeiten konnten wir dort vieles zum Guten verändern dank der Hilfe unzähliger Spender in Deutschland und Österreich. Im Jahr 2003 war ich sechsmal im Irak und jedes Mal war es möglich, den Ausbau der Kinderstation weiter zu führen. Die Medikamentenversorgung ist nun seit einem Jahr kontinuierlich durch uns gesichert, was dazu geführt hat, dass die Sterblichkeitsrate der Kinder, die an Leukämie erkrankt sind, innerhalb dieses Jahres von 100% auf 40% gesunken ist. Das ist - auch aus medizinischer Sicht - ein hervorragender Erfolg, über den wir uns sehr freuen. 

Tropenerkrankung „Kala Azar“ 

Aber nicht nur den krebskranken Kindern gilt unsere Hilfe, durch unsere Arbeit wurden wir auf ein anderes schwerwiegendes Problem aufmerksam: Tausende irakische Kinder starben innerhalb der letzten Jahre an der Tropenerkrankung „Kala Azar“, eine Krankheit, die in den Armutsgebieten dieser Erde auftritt und die unweigerlich zum Tod führt, wenn keine Behandlung erfolgt. Aber das Medikament, das diese Kinder in 100 % heilen hätte können, gab es nicht im Irak. Und auch da war es uns möglich, zu helfen. Es sind etwa 1500 Kinder, die durch unsere Hilfe im Jahr 2003 von dieser Erkrankung geheilt werden konnten. 

Behandlungen in Österreich 

Unser Grundprinzip ist: Wann immer es möglich ist, sollen kranke Kinder in ihrem Heimatland behandelt werden. Es gibt aber auch Erkrankungen, die man im Irak unter den derzeitigen Umständen nicht therapieren kann, weil es an den erforderlichen medizinischen Geräten mangelt oder auch an medizinischem Fachwissen. Das ist unser dritter Ansatzpunkt: Seit Monaten wollten wir einige Kinder nach Österreich zur Behandlung bringen, für die es im Irak derzeit keine Möglichkeit zur Therapie gibt. Monatelang haben wir um diese Möglichkeit gekämpft, nun wurde sie wahr: Im November 2003 kamen vier kranke Kinder mit uns nach Österreich, um hier gesund zu werden. Eines der Kinder, das mitkommen hätte sollen, erlebte diesen Zeitpunkt nicht mehr, Alaa, 9 Jahre alt, starb im September d.J. Eines der unzähligen Opfer, die der letzte Krieg mit sich brachte. 

Schulung von irakischen Ärzten in Österreich 

Wiederholt konnten wir irakischen Fachärzten die Chance geben, ihr Wissensdefizit, das durch die Isolierung vom medizinischen Fortschritt aufgrund der Sanktionen entstanden war, auszugleichen. Zwei- bis dreimonatige Trainingsaufenthalte in österreichischen Spitälern brachte für die Ärzte/innen nicht nur Fachwissen sondern auch viele Anregungen für die Verbesserung der allgemeinen Bedingungen in den irakischen Spitälern. Auch Frau Prof. Dr. Jenan Ghalib Hassan, die Leiterin der Kinderkrebsabteilung in Basra, war im St. Anna Kinderspital in Wien zur Fortbildung. Das Wissen dieser hier fortgebildeten Ärzte kommt ungezählten Patienten zu Gute. 

Wir hoffen, dass „Aladins Wunderlampe“ auch weiterhin leuchten kann, weiterhin kranken Kindern Hoffnung und Leben schenken kann – solange als unsere Hilfe in Basra nötig sein wird. Es steht zu befürchten, dass das noch lange sein wird. Aber solange möchten wir – gemeinsam mit allen Unterstützern dieses Projektes - weiter arbeiten an der Versöhnung zwischen Kulturen und Religionen und einen Beitrag zum Frieden leisten in einem Land, das den Frieden kaum kennt und dessen Menschen die Hoffnung und den Lebensmut verloren haben. 

 Dr. Eva-Maria Hobiger

 

 
   
     

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Projektleiterin, Frau Dr. Eva-Maria HOBIGER

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