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Zainab war seit zweieinhalb Jahren schwerkrank. Sie konnte nicht
mehr zur Schule gehen, war apathisch, klagte über Schmerzen, konnte
nicht richtig sehen und kaum mehr gehen. Der Vater, ein
Gelegenheitsarbeiter aus Qurna (Südirak), gab das wenige Geld, das er
verdiente für Zainab aus, aber kein Arzt konnte ihr helfen, man wusste
nicht worunter sie litt. Erstmals erfuhren wir von ihr im Juni 2003 und
beschlossen, sie zur Abklärung nach Österreich zu bringen. Dieser
Entschluss konnte aufgrund der schwierigen politischen Situation in
ihrem Heimatland erst im November in die Tat umgesetzt werden. Zainab
kam todkrank in Österreich an und wurde am 30. November 2003 an der
Universitätskinderklinik in Innsbruck aufgenommen. Die Diagnose stand
bald fest: Takayasu Arteriitis, eine sehr seltene Erkrankung der
Blutgefäße. Die Behandlung wurde begonnen und Zainab, die gemeinsam mit
ihrem Vater gekommen war, wurde bald zum Liebling der Station. Sechs
Wochen später wurde sie aus dem Krankenhaus in Innsbruck entlassen, eine
völlig veränderte Zainab kam zum zweiten Mal in Wien an.
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Zainab
vor der Heimreise |
Sie trägt
nun eine Brille, lacht viel, freut sich schon darauf, wieder in die
Schule gehen zu können und macht den Eindruck eines gesunden Mädchens.
Zwei Jahre wird sie noch Medikamente nehmen müssen und regelmäßige
Kontrollen durchführen müssen. Am 2. Februar 2004 reiste sie gemeinsam
mit ihrem Vater in ihre Heimat zurück.Von ihrer behandelnden Ärztin,
Frau Prof. Dr. Jenan, erfuhren wir während unseres Aufenthaltes in Basra
im Juni 2004, dass es Zainab ausgezeichnet geht. Leider konnten wir sie
aufgrund der schlechten Sicherheitslage nicht besuchen.
Wir danken
- der Universitätskinderklinik Innsbruck
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