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Al Nakba - "Die Katastrophe"

 

Bericht über die GÖAB-Gedenkveranstaltung

Die von der GÖAB organisierte Veranstaltung fand am 15.5. im Albert-Schweitzer-Haus statt. Rund 250 BesucherInnen folgten dieser Einladung und erlebten eine gelungene Gedenkveranstaltung. Der Abend wurde in dieser Form überhaupt erst möglich, weil die Gemeinde Wien und das Bundeskanzleramt nennenswerte finanzielle Unterstützungen gewährten. Auch eine Reihe von Einzelpersonen, zumeist in Österreich lebende Palästinenser, leisteten teilweise beträchtliche Beiträge. Und nicht zuletzt unterstützten auch einige arabische Botschaften dieses Projekt.

Im Mittelpunkt standen vor allem drei Programmpunkte: Ein Referat des deutschen Nahost-Experten Ludwig Watzal, eine Lesung aus der Autobiographie des in Wien lebenden palästinensischen Schriftstellers Faisal Hourani sowie ein von Astrid Zimmermann ("Der Standard") moderiertes Gespräch über die Ereignisse des Mai 1948 mit den drei Zeitzeugen Dr. Bassam Khaldi (Lydda), Dr. Ahmad Turk (Jaffa) und Fawzi Zabaneh (Ramle). Vor allem die Lesung, die von Elke Zeiringer ins Deutsche übersetzt und von Klaus Rott vorgetragen wurde sowie das Gespräch der Zeitzeugen zogen die BesucherInnen in ihren Bann. Die Veranstaltung wurde zu einer eindrucksvollen Demonstration palästinensischer Identität und Kultur sowie des unbeugsamen Willens des palästinensischen Volkes, auch fünfzig Jahre nach seiner Vertreibung, für seine legitimen Rechte einzutreten und zu kämpfen.

Leider war die Resonanz in der Öffentlichkeit - fast wie zu befürchten - gleich Null. Von einem einzigen Zeitungsartikel abgesehen, schwiegen die Medien diese Veranstaltung tot. Offensichtlich ist es nach wie vor ein Tabu, die wahren Umstände, die zur Gründung des Staates Israel geführt haben, aufzuzeigen. Und es ist offensichtlich trotz des sogenannten Nahost-Friedensprozesses noch immer unangenehm, über die legitimen nationalen und auch individuellen Rechte der aus ihrer Heimat über Nacht vertriebenen PalästinenserInnen zu sprechen. Vergleicht man die durch ein ganzes Jahr hindurch auf der ganzen Welt zelebrierten pro-israelischen Feierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Gründung Israels mit den wenigen verschämten Berichten über das Schicksal des palästinensischen Volkes, so erkennt man die nach wie vor herrschenden Machtunterschiede.

Nach der Veranstaltung wurde auch der Vorschlag gemacht, eine Dokumentation über dieses eindrucksvolle Ereignis zu veröffentlichen. Die Verantwortlichen der GÖAB versuchen nun, die organisatorischen, vor allem aber die materiellen Voraussetzungen für ein derartiges Unterfangen zu schaffen. Interessenten mögen sich bitte an das Generalsekretariat der Gesellschaft wenden. Jegliche Art der Unterstützung ist willkommen!

Einladung


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