home

Sehr geehrte Dame!
Sehr geehrter Herr!

Zuletzt wurde ich mehrmals darauf angesprochen, warum unsere Gesellschaft kaum mehr Informations- und Diskussionsveranstaltungen in Österreich durchführe. Ich möchte daher diese durchaus berechtigte Frage an dieser Stelle beantworten: Im Gegensatz zu früheren Jahren führen wir tatsächlich nur noch wenige derartige Veranstaltungen durch. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen hat sich die GÖAB in den letzten Jahren immer mehr auf konkrete Projekte, vor allem im arabischen Ausland, konzentriert. Unsere humanitären Projekte in Palästina, Jemen, Irak und zuletzt auch im Sudan erfordern eine Menge Arbeit und auch Geld. Durch unsere ständigen Berichte im Bulletin sind Sie sicherlich gut darüber informiert. Darüber hinaus führen wir auch regelmäßige humanitäre Aktivitäten in Österreich durch, worüber ich im Anschluß an dieses Editorial berichte.

Unsere Gesellschaft setzt regelmäßig konkrete politische und wirtschaftliche Initiativen, die sich ebenfalls großteils außerhalb Österreichs abspielen. So haben wir im Laufe der vergangenen zwölf Monate insgesamt drei größere Delegationen vorbereitet, an denen führende politische und wirtschaftliche Persönlichkeiten teilgenommen haben. Mit all diesen Aktivitäten haben wir wirklich unser Bestes getan, um die österreichisch-arabischen Beziehungen zu vertiefen.

Die Vernachlässigung unserer, früher regelmäßigen, Veranstaltungstätigkeit, ist uns auch deshalb etwas leichter gefallen, da sich ja andere Organisationen sehr darum bemühen. Daß wir uns dennoch bemühen, in regelmäßigen Abständen Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchzuführen, beweisen die interessanten und gut besuchten Vorträge der bekannten jordanischen Frauenrechtlerin Toujan Faisal und des deutschen Orientexperten Prof. Udo Steinbach. Derartige prominent besetzte Veranstaltungen werden wir auch in Zukunft zwei bis dreimal pro Jahr durchführen. Ansonsten bitte ich um Verständnis dafür, in denen wir auf Bereiche konzentrieren, wo es sonst keine anderen Initiativen in Österreich gibt.

 

Medizinische Zusammenarbeit

Über unsere verschiedenen medizinischen Hilfsprojekte informieren wir regelmäßig. Heute möchte ich über einen anderen Aspekt unserer Arbeit im Gesundheitsbereich berichten. Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir neben bzw. parallel zu den diversen humanitären Projekten auch Initiativen auf dem Gebiet der medizinischen Zusammenarbeit gesetzt.

Wir organisieren österreichisch-arabische Ärztekongresse, führen Ärztedelegationen in arabische Staaten - zuletzt im Juli in den Jemen - und bieten auch Trainingsprogramme für arabische Fachärzte in Österreich an. Dieses umfangreiche Programm können wir nur dank der Unterstützung verschiedenster Institutionen und Unternehmen bewältigen. Das Bundeskanzleramt, die Gemeinden Wien und St. Pölten sowie die Firmen AUA, Billa, Dentalwerke Bürmoos, Kretz Technik, Odelga, Ortolan und VAMED seien hier besonders erwähnt. Weiters möchte ich nicht vergessen, jenen Schulen, Kindergärten, Personengruppen und zahllosen Einzelpersonen zu danken, welche besonders unsere humanitären Projekte finanziell unterstützen.

Um ein konkretes Beispiel zu erwähnen, möchte ich über zwei Trainingsprojekte berichten, die wir in den letzten Wochen organisiert haben:

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der palästinensischen "Union of Medical Relief Committees" weilte vom 30.9. bis 1.12. der Dentist Dr. Christo Bursheh in Wien, um im AKH einen Kurs in Implantologie zu absolvieren. Vom 18.-28.11. wiederum weilte Dr. Mohammed Iskafi, der im Rahmen von Medical Relief für sämtliche Erste Hilfe-Aktivitäten verantwortlich ist, in Wien. Er wurde ausführlich über die Aktivitäten des Wiener Roten Kreuzes informiert und nahm auch selbst an einigen Einsätzen teil.

Im Rahmen unserer Kooperation mit dem irakischen Wissenschafts- und Gesundheitsministerium fand vom 4.10. bis 8.12. der dritte Trainingskurs für irakische Fachärzte statt. An diesem Kurs nahmen fünf erfahrene Ärzte teil, die im AKH sowie im MSZ-Ost der Gemeinde Wien tätig waren.

Im letzten Bulletin habe ich angekündigt, daß wir Ende November das "Erste Libysch-Österreichische Symposium" in Tripolis durchführen werden. Diese Veranstaltung, sie wäre zweifellos die größte und spektakulärste im heurigen Jahr geworden, mußte leider aus Termin- und Organisationsgründen in den Februar nächsten Jahres verschoben werden. Ich werde darüber sicherlich noch ausführlich berichten .

Der Gesundheitsbereich ist inzwischen unser wichtigstes Gebiet geworden. Ich glaube, daß es uns gelingt, humanitäre, wissenschaftliche, politische und auch wirtschaftliche Anliegen in guter Weise zu verbinden.

Ich möchte mich also namens des Vorstandes der GÖAB recht herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung im abgelaufenen Jahr bedanken und wünsche unseren muslimischen FreundInnen einen schönen Fastenmonat Ramadan, unseren christlichen FreundInnen glückliches Weihnachten und uns allen einen geruhsamen Jahreswechsel und ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2000!

 

Fritz Edlinger

Generalsekretär


Naher Osten weltweit Nummer eins bei Waffenkäufen!

Der Nahe Osten ist jene Region der Welt, in der am meisten für Rüstung aufgewendet wird - absolut und in Relation zum Bruttonationalprodukt. Die Lieferanten sind die USA (mit fast genau 50 Prozent des gesamten Waffenhandels), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Diese Daten sind dem soeben erschienen Jahresbericht des Londoner Instituts für strategische Studien (IISS) zu entnehmen.(The Military Balance 1999/2000. International Institute for Stategic Studies, London, October 1999)

 

Steigende Waffenkäufe und Militärausgaben

Insgesamt sind im Jahr 1998 im Nahen Osten Waffeneinkäufe für insgesamt 16.745 Millionen US-Dollar getätigt worden. Das entspricht rund 30 Prozent des gesamten Welthandels mit Rüstungsgütern. Die gesamten Militärausgaben der 20 Staaten des Nahen Ostens (dabei ist auch Nordafrika mitberücksichtigt) sind im Jahr 1998 um sieben Prozent gestiegen und betrugen insgesamt 61.000 Millionen US-Dollar. Dies entspricht etwa neun Prozent des Bruttonationalproduktes dieser Staaten!

 

Saudi-Arabien an der Spitze

Der mit weitem Abstand größte Einkäufer war Saudi-Arabien mit einem Volumen von 10.409 Millionen US-Dollar (gegenüber 1997 sogar ein Minus von ca. 600 Millionen US-Dollar), gefolgt von Israel mit 1.043 Millionen und Ägypten mit 1.017 Millionen US-Dollar.

 

Gesamtausgaben und Verhältnis zum BIP

Bei den gesamten Militärausgaben sind die Proportionen bereits deutlich andere: Auch hier liegt Saudi-Arabien mit 20.800 Millionen US-Dollar an der Spitze, Israel liegt auch hier mit 11.800 Millionen an zweiter Stelle, an dritter liegt der Iran mit Ausgaben von 5.800 Millionen US-Dollar.

In Relation der gesamten Militärausgaben zum Bruttonationalprodukt verschiebt sich die Rangordnung und es ergibt sich ein überraschendes Bild: Hier liegt Syrien mit 17,5 Prozent vor Saudi-Arabien mit 16,4 Prozent und Israel mit 13 Prozent.

Quelle: MEED


GÖAB hilft taubem palästinensischen Mädchen!

Die humanitären Projekte der GÖAB leisten immer einen konkreten Beitrag zur Linderung von Not und Elend. Leider ist es nicht immer publizistisch-medial darstellbar, wie, in welchem Ausmaß wem geholfen werden kann. Zudem ist die Darstellung von Not und Elend mitunter durchaus eine fragwürdige Angelegenheit, die leider manchmal auch das Selbstbewußtsein und den Stolz der Betroffenen in Mitleidenschaft zieht.

Das in der Folge beschriebene Projekt stellt ein reales Beispiel dar, wie unsere Hilfe aussieht und wem sie in der Praxis zugute kommt.

 

Konkretes Projekt

Hanan Afifi ist ein dreieinhalbjähriges Mädchen aus dem Flüchtlingslager Deheishe bei Betlehem in Palästina. Sie ist eines von drei Kindern einer armen Familie, deren Vater Jamal als Taxifahrer den Lebensunterhalt für seine Familie verdient. Das Kind ist seit seiner Geburt taub. Der Rat der Ärzte in Palästina und auch in Israel bestand nun darin, dem Kind ein sogenanntes Cochlear-Implantat einzusetzen. Der Rat war gut, seine Realisierung für die Familie jedoch völlig unmöglich, die Kosten wurden mit 40.000 bis 50.000 US-Dollar angegeben.

 

GÖAB-Hilfe

Die Familie wandte sich schließlich an die von der GÖAB in Jerusalem geführte Austro-Arab Community Clinic um Hilfe. In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Repräsentationsbüro in Ramallah ist es uns schließlich gelungen, eine Hilfe zu organisieren.

Der Flug wurde vom österreichischen Repräsentationsbüro finanziert, der GÖAB ist es zudem gelungen, vom Wiener Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder die Zusage zu erhalten, daß die Operation und der gesamte Spitalsaufenthalt des Kindes und ihres Vaters übernommen wurde. Die österreichische Herstellerfirma Medical Electronics (MEDEL) hat das Gerät kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufgrund eines gezielten Spendenaufrufes zur Bedeckung der sonstigen Aufenthaltskosten für Vater und Kind haben wir bislang 15.700 Schilling erhalten, wodurch ein Großteil der Kosten abgedeckt ist.

 

Operation in Wien

Die kleine Hanan ist am 17.10. mit ihrem Vater in Wien angekommen. Die Untersuchungen in der HNO-Abteilung des AKH (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner) haben am 18.10. begonnen und nach knapp einer Woche ist die endgültige Entscheidung für eine Implantat-Operation gefallen. Die Operation wurde nun am 11.11.1999 durchgeführt. Für die Folgebehandlung mußten Hanan und ihr Vater bis Mitte Dezember in Wien bleiben. Nachdem das Implantat funktionierte, konnten die beiden kurz vor Weihnachten wieder nach Hause fliegen. Allerdings wird es auch notwendig sein, dem Mädchen eine langfristige Gesprächstherapie zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem österreichischen Büro in Ramallah, den Ärzten unserer Klinik in Jerusalem sowie anderen Institutionen sind wir nun dabei, eine derartige Therapie, die in Palästina leider bislang so gut wie unbekannt ist, aufzubauen. Die GÖAB wird sich also weiter um die kleine Hanan kümmern …

P.S.: Zur weiteren Finanzierung der Behandlung von Hanan Afifi benötigen wir auch Ihre finanzielle Unterstützung! Sollten Sie dieser Bitte entsprechen wollen, so vermerken Sie dies bitte auf dem beiliegenden Zahlschein!


Österreichisch-palästinensisches Wissenschaftertreffen in Birzeit

Im Rahmen des von der GÖAB seit zwei Jahren organisierten und vom Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr finanzierten historischen und sozialwissenschaftlichen Projektes fand am 25./26.10. in der palästinensischen Universität Birzeit in Treffen der Mitglieder der Forschergruppe statt. Die österreichischen Teilnehmer waren: Dr. Robert Fischer, Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer (UNI Innsbruck), Univ.-Doz. Dr. Oliver Rathkolb und GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger. Die palästinensischen Teilnehmer waren: Dr. Abdulrahman Abdulghani, Dr. Roger Heacock, Dr. Hamad Hussein, Dr. Nadim Mseis und Dr. Sliman Rabadi. Die Eröffnung der Tagung nahm der Dekan der Fakultät der Bildenden Künst der Universität Birzeit, Prof. Dr. Mahmoud Miari vor.

 

Letzte Arbeitstagung vor Projektende

Im Rahmen dieser Arbeitstagung wurden die Papers der einzelnen Sachbearbeiter präsentiert und ausführlich diskutiert. Die Zusammenkunft stellte die letzte Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch unter den Teammitgliedern dar, da das Projekt zum Jahresende 1999 abgeschlossen werden soll.

 

Zusätzliche Vorträge

Aufgrund des Vorschlages der Universität Birzeit, die Anwesenheit österreichischer Historiker und Politikwissenschafter zu Diskussionen mit Professoren und Studenten der Universität zu nutzen, wurde am Vortag eine eigene Vortragsveranstaltung anberaumt, in deren Rahmen Prof. Karlhofer ("Corporatism and Social Pacts in the European Union") und Prof. Rathkolb ("Austria: A small State in the European Union") vielbeachtete Vorträge hielten.

GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger nahm schließlich noch die Gelegenheit war, um mit Verantwortlichen der Universität Birzeit über eine weitere wissenschaftliche Zusammenarbeit zu sprechen.

 


Kurznachrichten

 

Gaddafi setzt sich für afrikanische Einheit ein

Ein Sondergipfeltreffen der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) ging kürzlich in der libyschen Stadt Sirte mit der Verabschiedung einer Deklaration zu Ende, in der zum raschen Aufbau einer afrikanischen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Union aufgerufen wird. Die Schlußerklärung wurde von den 43 teilnehmenden afrikanischen Präsidenten einstimmig angenommen. Die geplante Union soll mit gemeinschaftlichen Institutionen den afrikanischen Kontinent als ganzes vertreten und im Falle von inneren Konflikten als Schlichterin auftreten können. Darüber hinaus soll sie zu einer starken wirtschaftlichen Gemeinschaft nach dem Vorbild der Europäischen Union (EU) weiterentwickelt werden. Der Zeitplan sieht vor, daß bereits im kommenden Jahr ein afrikanisches Parlament die Arbeit aufnehmen soll. Mit Hilfe eines Sonderkomitees soll die Planung der übrigen Institutionen, wie die einer afrikanischen Zentralbank, eines Währungsfonds und eines Gerichtshofes, so schnell wie möglich angegangen werden. Beim übernachten Gipfeltreffen, das im Jahre 2001 wieder in Sirte stattfinden soll, will die OAU die entsprechenden Vereinbarungen ratifizieren. Die Erklärung von Sirte hält sich in ihren Grundzügen stark an das Abuja-Abkommen, das bereits 1991 zur Schaffung einer Wirtschaftsgemeinschaft aufrief, jedoch nur ansatzweise verwirklicht wurde.

Damit dem erneuten Anlauf nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie der Vereinbarung von Abuja, warnten die ägyptische und die sudanesische aber auch mehrere schwarzafrikanische Delegationen vor einer überstürzten Schaffung der Vereinigten Staaten von Afrika nach dem Vorbild der USA. Genau dies ist jedoch die Vision des Gastgebers, des libyschen Revolutionsführers Moemmar el Gaddafi. Seiner Meinung nach ist dies die einzige Chance, um dem Kontinent in einer von Globalisierungstendenzen geprägten Welt Gehör und Geltung zu verschaffen. In einer Rede erklärte Gaddafi, daß der afrikanische Kontinent nun, nachdem das Zeitalter der Kolonialisierung endgültig abgeschlossen sei, reif genug sei, um sich zu einer kraftvollen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gemeinschaft zusammenzuschließen. Der Wille Afrikas sei von großer Bedeutung für die übrige Welt. Deshalb fordere er für Afrika das Vetorecht im Weltsicherheitsrat. Die westlichen Länder klagte er an, die Reichtümer Afrikas geraubt zu haben. Dafür müsse Afrika entschädigt werden. Weiter forderte er, Kulturschätze müßten bedingungslos den Herkunftsländern zurückgegeben werden.

Der Generalsekretär der OAU, Selim Ahmed Selim, ermahnte die Gipfelteilnehmer, den allgemeinen Bekenntnissen zur Vereinigung des Kontinents nun Taten folgen zu lassen. Afrika fehle es noch immer an Mitteln und Wegen, die geplante Union zu realisieren. Deshalb müßten gewaltige Vorarbeiten geleistet werden. "Unsere Stimme wird schwach bleiben, wenn wir dieses Mal nicht durchführen, was wir beschließen", mahnte Selim.

Quelle: epi

 

OMV unterzeichnet Öl-Abkommen mit Libyen

Mitte November wurde zwischen der libyschen "National Oil Corporation" und einem europäischen Öl-Konsortium ein neues Explorationsabkommen unterzeichnet. Unter Leitung der spanischen Repsol haben sich die OMV, die französische TotalFina und die norwegische Sega Petroleum zu diesem Konsortium zusammengeschlossen. Bereits im November 1997 wurden Verträge über Forschung und Förderung in Libyen unterzeichnet. Die OMV ist an diesem neuen Block im Westen des Landes mit 24 Prozent beteiligt.

Quelle: MEED

 

Jemeniten wählten ihren Präsidenten

In Jemen haben Ende September erstmals direkte Präsidentschaftswahlen stattgefunden, zu der rund 5,5 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen waren. Zur Wahl stand neben dem amtierenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh noch ein weiterer Kandidat seiner Partei, des Allgemeinen Volkskongresses. Najib Kahtan al-Shaabi wurden jedoch keine Chancen eingeräumt. Die sozialistische Opposition hatte zum Boykott der Wahlen aufgerufen, da ihr Kandidat vom Parlament abgelehnt wurde.

Saleh stand bereits seit 1978 an der Spitze von Nordjemen. Seit der Vereinigung der Jemenitischen Arabischen Republik und der Demokratischen Volksrepublik Jemen zur islamischen Republik Jemen im Jahr 1990 ist er auch deren Präsident.

Quelle: MEI

 

Über 99 Prozent für Ben Ali in Tunesien

Bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen in Tunesien ist Ende Oktober der amtierende Präsident Zine el Abidine Ben Ali mit mehr als 99 Prozent der Stimmen wieder gewählt worden. Nach amtlichen Ergebnissen erreichte der 63jährige Ex-General in allen Wahlkreisen zwischen 99,35 und 99,96. Eine ernst zu nehmende Oppositionspolitik ist in Tunesien nicht möglich.

Ben Ali, der ehemalige Chef des militärischen Sicherheitsdienstes, der 1987 den Vater der Unabhängigkeit, Habib Bourguiba, in den Ruhestand schickte, regiert seit über zehn Jahren in uneingeschränkter Alleinherrschaft. Die beiden zugelassenen Oppositionsparteien, die Vereinigte Demokratische Union (UDU) und die Partei der Volkseinheit (PUP), haben die Garantie, mit 20 Prozent der 184 Abgeordneten im Parlament vertreten zu sein.

Die zumindest dem Schein nach pluralistischen Wahlen sind das Ergebnis einer vom Parlament verabschiedeten Sonderbestimmung.

Wirtschaftlich verspricht Ben Ali bessere Zeiten. Zumindest die Tunesier in den Städten und Tourismusgebieten leben in einem wenn auch bescheidenen Wohlstand. Das durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 2500 Dinar, knapp 28.000 Schilling.

Quelle: Der Standard/MEED

 

Tyrolean Airways hilft Palästinensern

Die zur AUA-Gruppe gehörende Tyrolean Airways soll dem jungen Palästinenserstaat beim Aufbau ihres Flugunternehmens "Palestinian Airlines" behilflich sein. Ende Oktober sind deshalb PLO-Chef Yassir Arafat undTyrolean-Chef Fritz Feitl in Wien zusammengetroffen.

Quelle: Kurier 


|
about us | business | bulletins | papers | activities | projects | links | mail | home |