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Steigende Exporte in arabische Länder

 

Der seit dem Vorjahr zu beobachtende Anstieg der österreichischen Ausfuhren in die arabischen Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas hat sich in den ersten fünf Monaten 1998 um weitere 28 Prozent fortgesetzt.

Österreichische Firmen kompensieren somit den Ausfall der asiatischen MärkteWirtschafts-Nahostreferent Fritz Langer erklärt den überdurchschnittlichen Trend vor allem mit der zunehmenden wirtschaftlichen Privatisierung und Diversifizierung dieser Länder sowie deren Entwicklungsprojekte für Infrastruktur und Industrie. Ausschlaggebend seien aber auch die verstärkten Bemühungen der österreichischen Firmen um Nischen und neue Absatzmöglichkeiten im arabischen Raum - als Reaktion auf den Ausfall der Märkte in Fernost.

Die Exporte nach Saudi-Arabien, dem wichtigsten Absatzmarkt dieser Ländergruppe, wuchsen in den ersten fünf Monaten 1998 um 50 Prozent, jene in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) um fast ein Drittel, nach Ägypten um neun Prozent. Der Anteil der arabischen Länder an den österreichischen Gesamtausfuhren erhöhte sich in diesem Zeitraum auf 1,4 Prozent.

Im Jahr 1997 betrug das gesamte österreichische Exportvolumen in diese Region 4,2 Milliarden Schilling, wovon mehr als 70 Prozent auf die fünf Hauptmärkte Saudi-Arabien, VAE, Ägypten, Libyen und Algerien entfielen. Österreichs wichtigste Exportgüter sind Maschinen und Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse (medizinisch-pharmazeutische Produkte), bearbeitete Waren (Papier, Pappe, Glaswaren).

Die gesamten österreichischen Einfuhren aus den arabischen Ländern wiesen in den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 3,5 Prozent aus. Das läßt sich jedoch aus der wert- und mengenmäßigen Verringerung des Haupteinfuhrproduktes (Rohöl und Rohölderivate) erklären.

An den österreichischen Gesamteinfuhren des Jahres 1997 hatten die arabischen Länder einen Anteil von einem Prozent (3,4 Milliarden Schilling). Die wichtigsten Erdöllieferländer sind der Irak, Libyen, Saudi-Arabien und Algerien. Ferner importierte Österreich Waren aus Tunesien (Rohöl und Bekleidung), Marokko (Düngemittel und Bekleidung) und Ägypten (Gemüse, Düngemittel und Bekleidung).

Quelle: Wiener Zeitung


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