Die letzten Wochen waren für die GÖAB wieder einmal recht ereignisreich. Hier ein kurzer - chronologisch geordneter - Bericht.
Sonntag, 21. bis Montag, 22.6., fand die bereits traditionelle Exkursion mit den arabischen Botschaftern, hohen arabischen Beamten und Mitgliedern des GÖAB-Vorstandes statt. Auf Einladung von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bürgermeister Dr. Franz Dobusch führte die heurige Reise nach Oberösterreich. Am Programm stand ein Besuch der Landes- ausstellung "Land der Hämmer", eine Besichtigung der "Ars Electronica" in Linz, eine Werksbesichtigung der VOEST sowie Empfänge durch die Landtagspräsidentin Angela Orthner (in Vertretung des Landeshauptmannes) und den 1. Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Linz, Hans Nöstlinger (in Vertretung des Bürgermeisters). Dank des guten Wetters und der wirklich großartigen Gastfreundschaft der oberösterreichischen GastgeberInnen verbrachten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei schöne und interessante Tage.
Am 23.6. wurde im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Wirtschaftskammer Österreich die jüngste GÖAB-Wirtschaftsstudie "Irak - Wirtschaft zwischen Embargo und Zukunft" der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Präsentatoren dieser von der Österreichischen Nationalbank geförderten Studie fungierte der Autor der Studie, Prof. Dr. Herbert Strunz und GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger. (Die Studie ist im renommierten Peter Lang Verlag erschienen und kann auch dort bestellt werden.)
In der gleichen Woche weilte auf Einladung der GÖAB ein prominenter Gast aus Algerien in Österreich, der Präsident der Nationalen Menschenrechtsbehörde Dr. Kamel Rezzaq Barra. Dr. Barra hielt am 23.6. einen gemeinsam mit dem Afro-Asiatischen Institut Graz und dem Büro für Frieden und Entwicklung Graz veranstalteten Vortrag zum Thema "Algeria - between democracy and terrorism" in Graz und nahm am 24.6. an einer Podiumsdiskussion in Wien teil, bei der auch der SPÖ-Europaabgeordnete Dr. Hannes Swoboda und Kurier-Außenpolitikchef Otmar Lahodynsky sprachen. Vor allem die Veranstaltung in Wien war gelungen, nicht zuletzt dank der Unterstützung der OMV, die ihren Sitzungssaal zur Verfügung gestellt und die TeilnehmerInnen im Anschluß an die Diskussion zu einem Buffet eingelanden hatte.
Neben den beiden Veranstaltungen organisierte die GÖAB für Dr. Rezzaq Barra auch einige weitere Termine. So führte er ein ausführliches Gespräch mit Staatssekretärin Dr. Benita Ferrero-Waldner und weiteren Vertretern des Außenministeriums. Ebenso gab Barra einige Interviews, darunter ein Live-Gespräch mit "Blue Danube Radio".
Besonderer Dank geht an die oberösterreichische Firma Buben&Fried, einem GÖAB-Mitgliedsunternehmen der ersten Stunde, welche bei der Durchführung der beiden Veranstaltungen äußerst behilflich war.
Neue Akzente in der österreichisch-irakischen Zusammenarbeit
In die Monate Juni und Juli fielen auch einige Aktivitäten im Rahmen des medizinischen Kooperationsprogrammes mit dem Irak. So weilten fünf irakische Fachärzte zu Trainingskursen in Österreich. Weiters kam der im irakischen Wissenschaftsministerium für internationale Zusammenarbeit verantwortliche Generaldirektor Dr. Haitham Al Ani auf Einladung der GÖAB einige Tage nach Wien.
Bei den fünf Ärzten handelte sich um äußerst erfahrene Experten, welche im Irak führende Positionen im Gesundheitswesen inne haben. Der Zweck ihrer Trainingsaufenthalte bestand im wesentlichen darin, sie mit neuen Erkenntnissen und Technologien vertraut zu machen, die ihnen aufgrund des nunmehr bereits seit fast acht Jahre andauernden Embargos weitgehend unbekannt sind. Die Programme wurden gemeinsam mit dem AKH-Wien, dem LKH-Graz und Prim. Dr. Manfred Meixner (Feldkirch) gestaltet und durchgeführt. An dieser Stelle sei nochmals den gastgebenden Primarärzten, der Stadt Wien und dem Land Steiermark für ihre Unterstützung gedankt. Darüber hinaus geht ein ganz besonderer Dank an die folgenden Unternehmen, ohne deren großzügige finanzielle Hilfe, dieses Programm nicht durchgeführt hätte werden können: Austrian Airlines, BILLA, KRETZ-Technik und VAMED-Engineering.
Der Aufenthalt von Dr. Haitham Al Ani (15. bis 18.7.) kam aufgrund einer Einladung der GÖAB zustande. Zweck dieses Besuches war es vor allem, Gespräche mit Vertretern des Wissenschaftsministeriums, der Gemeinde Wien, der Universitäten, des AKH und anderer Spitäler zu führen, um eine Ausweitung der österreichischen Unterstützung für das irakische Wissenschafts- und Gesundheitssystem zu erreichen. Es wurden zahlreiche konkrete Projekte besprochen, wobei das eine oder andere bereits unmittelbar in Angriff genommen werden konnte. Die GÖAB wird auch weiterhin als Koordinator der meisten österreichisch-irakischen Projekte fungieren.